Streik in Slowenien

Tausende Beschäftigte des öffentlichen Sektors sind in Slowenien für höhere Löhne auf die Straße gegangen.

Ihr Protest vor dem Regierungssitz in der Hauptstadt Ljubljana wurde von Rentnern unterstützt. Die Demonstranten trugen Transparente mit der Aufschrift "Menschenwürdige Arbeit, menschenwürdige Bezahlung" oder "Slowenien ist in der EU, aber unsere Gehälter sind es nicht".

Durch den Streik blieben einige Schulen und Kindergärten geschlossen und die Arbeit einiger öffentlicher Dienste, Gesundheits- und Sozialdienste war eingeschränkt. Die Regierung plädiert für einen schrittweisen Aufschwung und lehnt zusätzliche Gehaltserhöhungen ab.

Mit dem Streik soll Druck auf die zentristische Regierung von Premierminister Miro Cerar vor den Parlamentswahlen im Laufe dieses Jahres ausgeübt werden. Gefordert wird, dass das Lohnwachstum, das durch ein Sparpaket im Jahr 2013 gebremst wurde, in gleichem Tempo wiederhergestellt wird.