Nach Streik: Deutsche Nationalmannschaft verliert deutlich

Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft unterlag Chile nach starkem Beginn deutlich

Die deutscher 15er-Rugby-Nationalmannschaft hat in der Woche nach dem Streik des Stamm-Kaders deutlich mit 3:32 (3:14) gegen Chile verloren.

In Offenbach musste der deutsche Trainerstab um 7er- Bundestrainer Vuyo Zangqa und Clemens von Grumbkow, die ausnahmsweise die Mannschaft betreuten, in Windeseile eine Ersatz-Mannschaft zusammen stellen. Am Mittwoch verkündete die deutsche Nationalmannschaft das Länderspiel gegen Chile zu bestreiken. 

Mit einer Mannschaft, die zum Großteil aus 7er-Rugby-Nationalspielern und Bundesliga-Akteuren bestand, startete das deutsche Team sehr gut in die Partie.

Besonders schnell und frech überraschten die Deutschen schon in der 5. Minute ihre südamerikanischen Gegner mit einem erfolgreichen Straftritt von Fabian Heimpel. Im Anschluss zeigte sich aber die Erfahrung der Chilenen im Gegensatz zur frisch zusammengewürfelten deutschen Mannschaft.

Szczesny setzt Ehrenversuch

Nachdem der erste Versuch der Chilenen noch wegen einem nicht Regel-konformen Paket vom Schiedsrichter aberkannt wurde, zogen die Südamerikaner kontinuierlich bis zum 3:34 in der 77. Minute davon.

In der letzten Minute zeigten die Deutschen dann doch noch ihre Klasse, als Außendreiviertel Phil Szczesny seine Schnelligkeit voll ausspielte und zum 10:34-Endstand ablegte. 

Wie der Streit zwischen Verband und Nationalmannschaft nach dem Spiel gegen Chile weiter geht wird sich zeigen. Böses Blut zwischen der eigentlichen Mannschaft und den Ersatzspielern soll es im Vorfeld der Partie nicht gegeben haben. Einige der streikenden Spieler wünschten im Vorfeld "viel Glück" per SMS.