Street-Art-Projekt: Abschied von "The Haus": Was vom Kunstprojekt übrig bleibt

Das Projekt "The Haus" zog knapp 80.000 Besucher an. Jetzt kommt der Abriß

Nichts sollte übrig bleiben. Das Projekt sollte eine radikale Übung in Sachen Vergänglichkeit sein. Besucher waren angehalten, von den Kunstinstallationen im "The Haus" keine Fotos zu machen. Am Ende kommt es nun doch anders: An den Wänden der temporären Street-Art-Gallery "The Haus" in der Nürnberger Straße fehlen an manchen Stellen kleine viereckige Panele. Sie wurden bereits herausgeschnitten, um Details des Ausnahmeprojekts zu konservieren. Auch ein Virtual-Reality-Video mit einem Rundgang durchs Haus und Statements der 168 beteiligten Künstler ist in Arbeit.

Der Impuls, das Ausnahme-Projekt zumindest in Teilen zu bewahren, kam von keinem anderen als Paul Spies, dem Direktor der Stiftung Stadtmuseum Berlin. Ursprünglich waren die Macher von "The Haus", Kimo von Rekowski und Jörn Reiners, standhaft geblieben. Alles sollte zerstört werden, wenn das alte Volksbank-Gebäude im Herbst abgerissen wird und die Pandion AG dort mit dem Bau von 65 Luxuswohnungen auf 3800 Quadratmetern beginnt. "Aber Spies konnte sie dann überzeugen, wenigstens vorsichtshalber Teile der Austellung zu konservieren, weil sie ein Dokument der Zeitgeschichte seien", sagt Mathias Groß, Niederlassungsleiter Berlin bei der Pandion Real Estate GmbH.

Rund 80.000 Besucher in nur zwei Monaten

Am Donnerstag lud diese zu einem Jahrespressegespräch im "The Haus". Der Vorstand des Immobilienunternehmens, Reinhold Knodel, sagte zu Beginn scherzhaft, er werde sich mit seinem Programmpunkt, der Präsentation der Unternehm...

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