Bitteres Flörsch-Aus bei Toyota-Triumph

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Bitteres Flörsch-Aus bei Toyota-Triumph
Bitteres Flörsch-Aus bei Toyota-Triumph

Für Rennfahrerin Sophia Flörsch und ihr Frauen-Team haben die 24 Stunden von Le Mans schon in der Nacht ein abruptes Ende genommen. Als über dem Circuit de la Sarthe heftiger Regen einsetzte, wurde die 20-Jährige in einen Unfall verwickelt. Der Argentinier Franco Colapinto verlor die Kontrolle über seinen Oreca und riss auch Flörsch von der Strecke. (Das komplette Rennen zum Nachlesen im SPORT1-Ticker)

Als sie anschließend manövrierte, erfasste der Brite James Winslow im Ligier das Auto der Deutschen seitlich, der Bolide war damit aus dem Rennen. Flörsch wurde im Medical Center untersucht, gab aber wenig später Entwarnung.

Die Münchnerin hat in diesem Jahr erstmals ein Stammcockpit in der DTM, unterbrach ihre Saison im Tourenwagen allerdings für das Abenteuer Le Mans. Wie bei ihrem Debüt im Vorjahr war sie mit Tatiana Calderon (Kolumbien) und Beitske Visser (Niederlande) für Richard Mille Racing am Start. Das Trio fuhr in der zweitstärksten Fahrzeugklasse LMP2.

Toyota wird Favoritenrolle gerecht

Toyota feierte den vierten Sieg in Serie, gleich beide Autos der Japaner lagen am Ende vorn. Das Trio aus Kamui Kobayashi (Japan), Jose Maria Lopez (Argentinien) und Mike Conway (Großbritannien) setzte sich vor den Vorjahressiegern Sebastien Buemi (Schweiz), Kazuki Nakajima (Japan) und Brendon Hartley (Neuseeland) durch.

Abseits der Hypercars wurde es in der Schlussphase der 89. Ausgabe des Klassikers noch dramatisch. In der LMP2-Klasse rollte Ye Yifei im WRT-Oreca #41 in Führung liegend in der letzten Runde aus. Mit im Team war auch Ex-Formel-1-Star Robert Kubica.

WRT-Oreca #31 profitierte und holte sich den Gesamtsieg in der Kategorie. In den Klassen GTE Pro und GTE Am hatte jeweils Ferrari die Nase vorne.

Toyota profitiert als einziges Werksteam

Die Dominanz kommt allerdings nicht überraschend, in der höchsten Prototypen-Klasse (Hypercar) war Toyota als einziges Werksteam vertreten und damit deutlich favorisiert: Seit den Ausstiegen von Audi (2016) und Porsche (2017) müssen die Japaner sich nur mit einigen Privatteams messen, in diesem Jahr waren insgesamt lediglich fünf Hypercars am Start.

2023 wird sich das aber ändern. Pünktlich zum 100. Geburtstag der 24 Stunden von Le Mans kehren dann drei Schwergewichte auf die Langstrecke zurück: Porsche (19 Gesamtsiege), Audi (13) und Ferrari (9) sind die bislang erfolgreichsten Marken in der Geschichte des Klassikers.

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mit Sport Informationsdienst SID

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