"Streber!" Herrlich kanzelt Brandt ab

Julian Brandt wurde in Leverkusen zum Nationalspieler

Nur zwölf Stunden nach dem Testspiel des DFB-Teams gegen Brasilien stand Julian Brandt schon wieder in Leverkusen auf dem Trainingsplatz.

Anders als man vielleicht glauben würde, war Bayer-Trainer Heiko Herrlich darüber aber nicht gerade erfreut.

Nach dem Aufwärmen und einer Passübung schickte Herrlich den 21-Jährigen wieder vom Platz und kommentierte Brandts Spontanauftritt in der Bild: "Er ist wirklich ein Streber. Das zeigt, wie er tickt. Aber das kommt nicht gut an."


"Es war zu riskant"

Herrlich weiter: "Es war zu riskant. Er hat am Abend noch 30 Minuten gespielt und wenig geschlafen."

Der 21-Jährige war im Testspiel gegen Brasilien in Berlin nach 60 Minuten eingewechselt worden. Nach der Partie trat er zusammen mit Bernd Leno die Heimreise nach Leverkusen an. Erst um vier Uhr erreichte das Bayer-Duo offenbar sein Ziel.

"Es war mir ein Bedürfnis und nicht geplant. Ich wollte an die frische Luft", begründete Brandt seinen Trainingsauftritt.


Herrlich spricht sich trotz oder gerade wegen dessen Eifers für seinen Schützling als WM-Kandidat aus: "Er ist genau der Spieler, den der Bundestrainer sucht."