Strategie der Bundesregierung soll Jugendliche stärker an Politik beteiligen

Teilnehmer bei Kabinettsitzung

Das Bundeskabinett hat die erste "Jugendstrategie der Bundesregierung" verabschiedet. Das Strategiepapier mit 163 Maßnahmen, das Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Familienministerin Franziska Giffey (SPD) nach dem Kabinettsbeschluss am Dienstag vorstellten, soll die Belange, Lebensbedingungen und Chancen von Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren aufgreifen. Merkel ermutigte die an dem Papier beteiligten Jugendlichen bei der Präsentation im Kanzleramt: "Boxt euch durch, lasst euch nicht unterkriegen - wir sind im Dialog".

An der Erarbeitung des Strategiepapiers mit 163 Maßnahmen waren alle Ministerien sowie Jugendparlamente und weitere Jugendgremien beteiligt. "Aus den zahlreichen Beteiligungsverfahren sind neun Handlungsfelder entstanden", sagte Giffey. Die Jugendlichen hatten großen Handlungsbedarf im Bereich der Chancengleichheit, des ehrenamtlichen Engagements, der Umwelt und der politischen Beteiligung gesehen.

Merkel betonte, die Jugendstrategie solle "nicht über die Köpfe der jungen Leute hinweg gelebt werden - sondern jetzt mit Leben erfüllt werden". Die Veröffentlichung des Papiers sei der "Startschuss" für die Umsetzung der Maßnahmen. Im September 2020 soll die erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen auf der Bundesjugendkonferenz überprüft werden.