Bushido vs. Beatrix von Storch: "Wie kann man als Mensch so etwas sagen?"

Er provoziert und polarisiert: Rapper Bushido. (Bild: AP Photo)

Wenn die Straße aufs Parlament trifft: In einem gemeinsamen Video-Interview konfrontiert Rapper Bushido die AfD-Politikerin Beatrix von Storch mit scharfen Worten.

Eine Gemeinsamkeit haben Bushido und Beatrix von Storch ja: Beide sind streitbare Charaktere, die mit kontroversen und provokanten Äußerungen die Öffentlichkeit spalten. Dass das jedoch vermutlich der einzige gemeinsame Nenner des Rappers und der Politikerin ist, wird nun in einem gemeinsamen Video der beiden deutlich.

Im Rahmen des YouTube-Formats „Straßenwahl“ von „Hyperbole TV“ wurden Bushido und von Storch an einen Tisch gesetzt, um über Politik und Soziales zu diskutieren. Wie ein Video-Teaser der Sendung zeigt, geraten sie beim Thema Flüchtlinge aneinander.

Die stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD vertritt hier eine harte Linie: Anfang 2016 etwa hatte sie in einem Facebook-Post erklärt, dass Einreisende über Österreich kein Asylrecht hätten und ihnen die Einreise zu verweigern sei – notfalls auch unter Gebrauch von Schusswaffen.

„Kein Mensch ist illegal, aber sehr viele sind illegal hier“, erklärt von Storch nun in dem Videoausschnitt. „Lassen Sie den deutschen Rechtsstaat mal ganz kurz beiseite“, erwidert Bushido, sichtlich fassungslos auf ihre Ausführungen. „Wie kann man als Mensch so etwas sagen? Wie kann man als Mensch einem anderen Menschen die Hilfe verwehren?“

Es wird heiß diskutiert

Von Storchs Antwort auf Bushidos Frage bleibt der Trailer schuldig. Er lässt jedoch erahnen, dass in dem Video, das am 8. September erscheinen soll, noch heiß diskutiert wird. Der Rapper sieht sich selbst regelmäßig mit Vorwürfen von Frauen- und Schwulenfeindlichkeit sowie Nationalismus und Rassismus konfrontiert. 2011 erhielt der Sohn eines Tunesiers und einer Deutschen den Bambi-Integrationspreis.

Das Format „Straßenwahl“ bringt anlässlich der Bundestagswahl am 24. September regelmäßig Rapper und Politiker zusammen. So haben bereits Massiv und Grünen-Fraktionsvorsitzender Anton Hofreiter sowie Disarstar und FDP-Vizevorsitzende Katja Suding miteinander diskutiert.

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