Strafverfahren gegen Bayern-Vorstand?

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Strafverfahren gegen Bayern-Vorstand?
Strafverfahren gegen Bayern-Vorstand?

Strafverfahren gegen den Vorstand des FC Bayern?

Wie das WDR-Magazin Sport inside am Montag berichtet, hat das Hauptzollamt München Ermittlungen gegen diverse Vorstands-Mitglieder des Rekordmeisters aufgenommen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Davon betroffen seien ehemalige wie aktuelle Vertreter, darunter Vorstandschef Oliver Kahn, Sportvorstand Hasan Salihamidzic, Vize-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen sowie Marketing-Vorstand Andreas Jung. Der FC Bayern war für SPORT1 bislang nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Auch Karl-Heinz Rummenigge und Jörg Wacker - beide inzwischen nicht mehr im Amt - sollen unter den Beschuldigten sein. Das geht aus einem Schreiben des Hauptzollamtes hervor, das dem WDR nach eigenen Angaben vorliegt.

Gegenstand der Ermittlungen: mögliche Verstöße gegen das Mindestlohngesetz am Nachwuchsleistungszentrum, dem Bayern-Campus.

Das Hauptzollamt, das im Auftrag der Staatsanwaltschaft München agiert, teilte auf WDR-Anfrage mit, dass sich Ermittlungen bei Aktiengesellschaften zunächst immer gegen die Vorstandsmitglieder richten würden. Die Schuld einzelner Beteiliger kläre sich erst im Laufe der Ermittlungen.

Staatsanwaltschaft wartet auf Zoll

Auf SPORT1-Nachfrage erklärte Zollamt-Pressesprecher Thomas Meister, dass er sich darüber hinaus nicht weiter zu dem möglichen Verfahren äußern könne. Stattdessen verwies er auf die Staatsanwaltschaft, die grundsätzlich Herr bei Ermittlungen solcher Art sei. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Diese wiederum erklärte dem WDR, dass erst der Zoll seine Arbeit erledigen müsse, bevor weitere Auskünfte erteilt werden könnten. Laut WDR beginnen Ende Januar zahlreichen Zeugenbefragungen seitens des Zolls.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, geht es bei den Ermittlungen konkret um Vorwürfe gegen „verantwortliche Handelnde der FC Bayern München AG“ wegen des Verdachts „des Vorenthaltens und der Veruntreuung von Arbeitsentgelt“ sowie „nicht richtigen Führens von Stundenaufzeichnungen, Nichtgewährung des Mindestlohns“. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Der FC Bayern hat sich laut WDR bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Bereits am 23. November hatte der Sender über ein mögliches Verfahren berichtet. Damals hätten Staatsanwaltschaft und Hauptzollamt noch keine Auskünfte geben wollen.

Neben den Bayern war auch bereits der FC Augsburg wegen Verstößen gegen das Mindestlohngesetz ins Visier der Behörden geraten.

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