Strafen für Air India und Piloten wegen Pinkel-Vorfalls an Bord

Wegen eines Pinkel-Vorfalls während eines Transatlantikflugs sind Strafen gegen Air India und den Piloten verhängt worden.

Die indische Fluggesellschaft muss umgerechnet 34.000 Dollar zahlen, weil sie nicht angemessen reagiert haben soll, nachdem ein betrunkener Geschäftsmann angeblich auf eine 72-jährige Mitpassagierin uriniert hatte, wie indische Medien am Samstag berichtete.

Ferner verhängte die indische Aufsichtsbehörde für die Zivilluftfahrt eine Strafe von umgerechnet 3400 Euro gegen den für die Dienstleistungen an Bord zuständigen Manager. Der Pilot wurde für drei Monate vom Dienst suspendiert. Ihm wurde Versäumnis seiner Dienstpflicht vorgeworfen, für Sicherheit und Disziplin an Bord zu sorgen.

Mann nach Pinkel-Vorfall festgenommen

Der Banker Shankar Mishra hatte nach der Landung in Indien unbehelligt aussteigen können, ohne dass die Fluglinie Maßnahmen gegen ihn ergriffen hätte. Air India räumte später ein, sie habe es versäumt, den Vorfall "besser zu handhaben", und überprüfe ihre Richtlinien für den Ausschank von Alkohol auf Flügen.

Nach einer Beschwerde der 72-Jährigen und nachdem der Vorfall breiten Widerhall in den indischen Medien gefunden hatte, wurde Mishra schließlich festgenommen. Mishras bisheriger Arbeitgeber, die US-Großbank Wells Fargo, hatte den Manager bereits zuvor wegen des Pinkel-Vorfalls entlassen.

Mishra ist weiterhin in Haft. Eine Freilassung gegen Kaution wurde ihm verweigert. Der Anwalt des Bankers schilderte vor einigen Tagen bei einer Anhörung vor Gericht eine andere Version des Vorfalls: Demnach soll die 72-Jährige auf sich selber uriniert haben.

dja/se

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