Strack-Zimmermann: Mehr Tempo bei Entscheidungen für Waffenhilfen

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BERLIN (dpa-AFX) - Die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat mehr Tempo bei Entscheidungen über Waffenlieferungen an die Ukraine gefordert. Der Prozess der Diskussion müsse definitiv verkürzt werden, sagte die Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Russland macht keine Pause mit den schrecklichen Angriffen, bis wir uns hier sortiert haben", betonte Strack-Zimmermann.

Die FDP-Politikerin begrüßte den geplanten Ringtausch, also die Lieferung schwerer Waffen an andere Länder, die dafür ihrerseits schweres Gerät an die Ukraine schicken. Die Idee sei bereits vor drei Wochen aus dem Ausschuss gekommen. Im Krieg zähle aber jeder Tag.

Strack-Zimmermann hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in den Ausschuss eingeladen. Das sei nichts Ungewöhnliches, betonte die FDP-Politikerin. Auch die damalige Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sei 2016 Gast im Ausschuss gewesen. Ihr sei klar, dass Scholz viele Termine habe und am Mittwoch, dem eigentlichen Tag der Ausschusssitzung, nach Japan fliegen wolle. Sie sei aber zuversichtlich, dass es zu dem Ausschussbesuch komme, wenn nicht an dem Tag, dann an einem anderen.

Strack-Zimmermann schlug zudem eine Prüfung vor, was die Bundeswehr noch liefern könne. Sie nannte etwa Technik zum Räumen in der "hinteren Front", Brückenlegepanzer oder geschützte Fahrzeuge zum Transport von Soldaten.

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