STMicroelectronics hebt Umsatzausblick an - Analyst bleibt aber vorsichtig

GENF (dpa-AFX) - Dem Infineon-Konkurrenten <DE0006231004> STMicroelectronics <NL0000226223> kommt weiterhin die globale Chipknappheit zugute. Für das Gesamtjahr wird Konzernchef Jean-Marc Chery optimistischer und kalkuliert nun mit einem Umsatz von 15,9 bis 16,2 Milliarden US-Dollar, nach bisher 14,8 bis 15,3 Milliarden. Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um gut 28 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Überschuss war mit 867 Millionen US-Dollar (850 Millionen Euro) mehr als doppelt so hoch wie vor einem Jahr.

So sorgt ein Mangel an Elektronikchips in der Autobranche und auch der breiten Industrie für hohe Verkaufspreise für die Halbleiter. Für das dritte Quartal stellt STMicro Erlöse von 4,24 Milliarden Euro in Aussicht, plus oder minus 3,50 Prozent. Die Aktien stiegen am Donnerstag um mehr als zwei Prozent.

Analyst Janardan Menon vom Investmenthaus Jefferies glaubt, dass der in seinen Augen starke Ausblick auf guten Geschäften mit Chips für das neue iPhone 14 sowie einer starken Nachfrage der Autobranche und der Industrie basiert. Allerdings warnt er auch davor, dass viele Unternehmen wegen des langen Chipmangels mittlerweile auch die Elektronikbauteile horteten. Ab dem Schlussquartal könnte daher ein Lagerbestandsabbau drohen, der die Chipnachfrage belasten würde.

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