Stimmung in Bremen kippt: Baumann vermeidet Bekenntnis zu Nouri

Werder bleibt auch im zehnten Saisonspiel ohne Sieg. Die neuerliche Niederlage zeigt vor allem eines: Trainer Nouri sitzt nicht mehr fest im Sattel.

Durch den desolaten Auftritt beim 0:3 gegen den FC Augsburg ist die Stimmung bei Werder Bremen gekippt. Sportdirektor Frank Baumann vermied hinterher ein Bekenntnis zu Trainer Alexander Nouri.

Im Laufe der zweiten Halbzeit äußerten die Fans des Tabellen-17. im Weser-Stadion ihren Unmut und stimmten minutenlange, laute "Nouri-raus"-Rufe an. Darüber hinaus verfielen die Anhänger der Bremer in Sarkasmus und sangen unter anderem "Oh, wie ist das schön" oder "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin".

Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic äußerte nach dem Spiel Verständnis für die Zuschauer: "Wir verstehen natürlich den Unmut, die Enttäuschung. Wir sind ja selbst enttäuscht. Natürlich war das die letzte halbe Stunde schwierig vom Kopf her. Aber wir sind ja selbst dafür verantwortlich."

Auf die Frage, ob der Verein nun Konsequenzen ziehen werde, wich Junuzovic aus: "Was soll passieren? Was jetzt schlussendlich die Konsequenz sein wird, werden wir sehen. Das ist nicht unser Job, das zu entscheiden. Alles was passiert, dafür sind wir verantwortlich."

Baumann: Gespräche am Montag

Sportdirektor Frank Baumann vermied ebenfalls ein klares Bekenntnis zu Trainer Nouri: "Die Spieler haben heute eine desolate Leistung gezeigt. Wir müssen uns insgesamt Gedanken machen, wie wir die Situation verbessern. Wir setzen uns morgen zusammen und analysieren."

Dass Nouri auch am 11. Spieltag in der Partie gegen Eintracht Frankfurt auf der Bank sitzen wird, wollte Baumann nicht bestätigen. Allerdings soll Nouri zumindest noch am Montag das Mannschaftstraining des SVW leiten.