Stimmen: "Das war eine tote Mannschaft"

Borussia Dortmund ist nach der Niederlage gegen Tottenham Hotspur ausgeschieden

Borussia Dortmund hat nach einer weiteren Pleite das Achtelfinale in der Champions League verpasst, RB Leipzig dagegen mit seinem zweiten Sieg die Chance auf ein Weiterkommen gewahrt.

Der kriselnde BVB verlor gegen Tottenham Hotspur 1:2 (1:0), damit ist das Aus nach der Vorrunde bereits vor dem letzten Spieltag besiegelt. Trainer Peter Bosz gerät vor dem Revier-Derby gegen Schalke 04 mehr und mehr unter Druck.

Die Sachsen dürfen nach dem 4:1 (4:1) bei AS Monaco noch auf die K.o.-Runde hoffen.

SPORT1 fasst die Stimmen von Sky und aus der Mixed Zone zusammen:

Peter Bosz (Trainer Borussia Dortmund): "Nach dem 1:1 hat man gesehen, dass den Spielern das Selbstvertrauen gefehlt hat, weiter Fußball zu spielen. In der ersten Halbzeit haben wir es ganz gut gemacht, kompakt verteidigt und einige Chancen herausgespielt. Nach dem 1:1 hat die Mannschaft Angst gehabt, noch nach vorne zu spielen."


... über das Derby gegen Schalke: "Ich weiß, dass es wichtig ist, gegen Schalke zu gewinnen - auch für meine Position."

"Das Derby am Samstag ist das Beste, was uns passieren kann. Alle Spieler, die schon lange im Verein sind, wissen wie wichtig das Spiel ist - auch für unsere Fans. Wenn man bei einem großen Verein wie dem BVB Trainer ist, muss man gewinnen. Wenn man das für längere Zeit nicht macht, ist der Druck da. Das weiß ich."

Marcel Schmelzer (Kapitän Borussia Dortmund): "Im Moment bringen wir uns mit individuellen Fehlern um den Erfolg. Das ist mental schwierig zu verarbeiten, aber das müssen wir abstellen. Das zieht einen dann runter. Ich glaube nicht, dass uns am Ende die Kraft gefehlt hat."

... über Trainer Peter Bosz: "Wir stehen hinter dem Trainer. Wir Spieler sind auf dem Platz verantwortlich. Er stellt uns ein und danach sind wir auf dem Platz dafür verantwortlich. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir unbedingt dieses Spiel gewinnen wollten. Ich glaube, das sieht anders aus, wenn man nicht wirklich hinter dem Trainer steht. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen, weil der Druck von außen sehr hoch ist. Es liegt an uns Spielern."


Mario Götze (Borussia Dortmund): "Wir müssen uns alle ankreiden, dass wir heute wieder verloren haben, zu Hause, gegen Tottenham. Wir führen 1:0 zur Halbzeit. Das darf nicht passieren, wir müssen das souverän runterspielen. Das ist uns nicht gelungen. Wir müssen das als Mannschaft besser machen. Wir müssen besser verteidigen. Solche Tore, das darf nicht alle drei Tage passieren."

Gonzalo Castro (Borussia Dortmund): "Es kommt alles zusammen und das merkt man einfach in den letzten Wochen, dass das nicht spurlos an einem vorbeigeht. Aber in der ersten Halbzeit war das sehr gut gespielt und auch gut gestanden. Wenn wüssten, woran es liegt, dann hätten wir das schon vor ein paar Wochen reparieren können. Es sind einfach so Phasen, wo du als Mannschaft die Dinger nicht reinmachst. Dann kassierst du unglücklich welche oder schießt die Dinger fast selber rein. Und dann verlierst du halt Spiel um Spiel. Man hat in der ersten Halbzeit gesehen, dass wir hinter dem Trainer stehen. Wir dürfen uns nicht beirren oder beeinflussen lassen."

Dietmar Hamann (Sky-Experte): Nach der Pause war das bei Dortmund ein Rückfall in die Steinzeit. Das waren Auflösungserscheinungen. Das war eine tote Mannschaft in der zweiten Halbzeit, erschreckend. Als Dortmund-Fan würde ich mir vor dem Derby große Sorgen machen. Für Bosz wird Schalke ein Endspiel - und es wird ganz schwer."


Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig):  "Wir waren sehr fokussiert. Die Jungs waren richtig scharf. Das war eine sehr, sehr gute Leistung. Das war mit Abstand unsere beste Vorstellung in der Champions League. Timo Werner ist vor dem Tor eine Granate."

Timo Werner (RB Leipzig): "Wir mussten gewinnen, um noch eine kleine Chance zu haben. Wir haben von Anfang an umgesetzt, was wir machen wollten. Es ist schade, dass wir es nicht mehr selbst in der Hand haben. Aber wir geben unser Bestes."