Stimmen: Herrlich schämt sich für Schwalbe

Heiko Herrlich ließ sich nach einem leichten Schubser theatralisch fallen

Die Schwalbe von Leverkusens Trainer Heiko Herrlich im Spiel bei Borussia Mönchengladbach war der große Aufreger des Mittwochabends. 

Auch das Abseitstor des Bremers Philipp Bargfrede beim 3:2-Sieg gegen den SC Freiburg sorgte für Wirbel.

SPORT1 hat die Stimmen zu den Achtelfinalspielen von Sky, der ARD, aus den Mixed Zones und den Pressekonferenzen zusammengestellt:

Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen 0:1

Dieter Hecking (Trainer Mönchengladbach): "Die klar bessere Mannschaft ist heute ausgeschieden. Wir haben das Spiel diktiert, hatten viel Tempo drin. Aber wir müssen uns in dieser Phase belohnen, das war das Manko. Der Konter war der Unterschied. Meine Mannschaft hat alles rein geworfen und nicht viel falsch gemacht."

Heiko Herrlich (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir sind glücklich und sehr froh, dass wir die Hürde genommen haben. Wir sind gut ins Spiel gekommen, dann hat Gladbach das Heft in die Hand genommen. Es war schwer, hinten raus zu kommen. In der zweiten Halbzeit konnten wir uns nicht mehr befreien und haben auf den einen Konter gehofft. Den macht Bailey dann eiskalt. Ab da war es eine Abwehrschlacht."

Zu seiner Schwalbe nach einem leichten Schubser von Gladbachs Denis Zakaria: "Ich wollte keine Rote Karte für ihn haben. Ich schäme mich für die Aktion. Es sah sicherlich blöd aus, aber es war absolut keine Absicht. Der Ball kam auf mich zu, ich lasse ihn durch die Beine, damit Gladbach nicht schnell einwerfen kann. Das hätte ich nicht machen brauchen, das war Blödsinn. Dann touchiert Zakaria mich leicht, ich rutsche weg. Das ist im Affekt passiert. Da muss ich mit meinen 46 Jahren stehen bleiben, ganz klar."

Rudi Völler (Sportdirektor Leverkusen): "Wir haben heute sicher das nötige Quäntchen Glück gehabt. Es war nicht unser bestes Spiel. Aber Kampf und Leidenschaft haben gestimmt."

Werder Bremen - SC Freiburg 3:2

Florian Kohfeldt (Cheftrainer Werder Bremen): "Wir sind gut ins Spiel gekommen. Dass sich mein Kollege über die Szene zum 3:1 aufregt, kann ich verstehen. Aber am Ende haben wir verdient gewonnen."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Für die Entscheidung beim dritten Bremer Tor braucht man eigentlich keinen Videobeweis, aber daran lag unsere Niederlage nicht. Wir waren selbst schuld daran. Auswärts können wir anscheinend nicht länger als fünf Minuten 0:0 spielen, das ist eine Katastrophe."

Yann Sommer (Torwart Gladbach): "Wir wollten den Fans und uns einen schönen Jahresabschluss bescheren, das hat leider nicht geklappt. Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir haben ein tolles Spiel gezeigt. Vor allem ein großes Kompliment an die jungen Spieler. Es ist nicht selbstverständlich, wie sie gespielt haben."

Florian Kainz (Torschütze Bremen): "Unser Sieg war verdient, vielleicht am Ende ein bisschen glücklich. Das war ein wichtiger Sieg, um positiv in die Winterpause zu gehen. Dafür mussten wir aber wirklich alles reinhauen."