Stimmen: "Die Hand gehört da nicht hin"

Das Handspiel von Sergio Ramos (r.) nach einer Faustabwehr von Keeper Keylor Navas sorgte bei BVB vs. Real für einige Diskussionen

Borussia Dortmund und RB Leipzig geraten in der Champions League frühzeitig unter Druck.

Der BVB kassierte gegen Titelverteidiger Real Madrid mit 1:3 (0:1) eine bittere Heimniederlage und hat damit auch sein zweites Gruppenspiel verloren.

Neuling Leipzig unterlag in seinem ersten Auswärtsspiel auf internationalem Parkett beim türkischen Meister Besiktas Istanbul 0:2 (0:2) und wartet weiter auf den ersten Dreier.

SPORT1 hat die Stimmen von Sky und aus der Mixed Zone zur Champions League:

Peter Bosz (Trainer Borussia Dortmund): "Wir verteidigen mit elf Spielern und greifen mit elf Spielern an. Da muss man nichts auf die Verteidigung schieben. Wir kamen überall zu spät gegen einen sehr guten Gegner, der fast keinen Fehler gemacht hat. Wir müssen besser verteidigen. Wir haben in keinem Moment des Spiels richtig Druck auf den Ball bekommen. Bei dieser Qualität des Gegners wird es dann natürlich schwer. Wir kamen immer zu spät. Das müssen wir analysieren und es in Zukunft besser machen. Die Szene in der ersten Halbzeit war deutlich ein Handelfmeter. Aber wir haben verdient verloren."


Gonzalo Castro (Borussia Dortmund): "Real ist einfach abgezockt, sie haben ihre Chancen genutzt. Wir hatten die große Gelegenheit zum 1:1 und kassieren im Gegenzug das 0:2. Dann wird es schwierig gegen Real Madrid. Es sollte nicht sein heute."

Roman Bürki (Borussia Dortmund): "Wir haben uns sehr schwer getan, unser Spiel durchzuziehen. Wir wollten hoch pressen, aber Real hat sich immer sehr gut gelöst. Die individuelle Klasse ist unglaublich. Wir haben unseren Stil, den wir auch in der Liga durchziehen. Heute haben wir die Grenzen aufgezeigt bekommen, Real war das bessere Team. Bei uns ist einiges schiefgelaufen."


Nuri Sahin (Borussia Dortmund): "Wir haben heute gegen Real Madrid gespielt, da braucht es einen Sahnetag. Den hatten wir nicht. Dazu hatten wir auch kein Spielglück. Man muss aber auch sagen, dass Real Madrid das gut gemacht hat. Es gibt keinen Grund, die Köpfe in den Sand zu stecken. Wir müssen einfach weitermachen."


Zinedine Zidane (Trainer Real Madrid): "In diesem Stadion ist es schwer zu spielen, wir haben hier noch nie gewonnen, deshalb war dieser Sieg schon wichtig für uns. Das ganze Spiel war von Anfang bis Ende gut für uns. Wir haben viel Druck ausgeübt und viel Ballbesitz gehabt, das war der Schlüssel. Dortmund hat so druckvoll gespielt wie immer, aber wir haben das gut kompensiert."

Cristiano Ronaldo (Real Madrid): "Es war ein phänomenales, ein komplettes Spiel von uns. Defensiv wie offensiv. Wir haben uns vor dem Spiel fest vorgenommen, hier endlich zu gewinnen."

...zur Kritik an ihm vor dem Spiel: "Mich überrascht ehrlich gesagt die Meinung, die ein Teil der Öffentlichkeit von mir hat. Die Zahlen sprechen am Ende für sich. Ich verzweifle nicht, wenn ich mal nicht treffe."

Sergio Ramos (Real Madrid): "Man hat ein großes Real Madrid gesehen. Das ist der Weg, den es zu gehen gilt."

...sein nicht geahndetes Handspiel: "Es ging sehr schnell, aber es war kein absichtliches Handspiel. Keylor Navas hat den Ball an meine Hand gefaustet."


Toni Kroos (Real Madrid): "Wir haben insgesamt als Mannschaft ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Wir hatten immer wieder Möglichkeiten, waren unheimlich oft mit viel Platz durch. Von den Spielanteilen war es wie erwartet ausgeglichen, aber wir müssen natürlich mehr Tore machen."

...zum nicht gegebenen Elfmeter: "Man kann mit Sicherheit Elfmeter geben, weil die Hand da nicht hingehört. Aber es war nicht absichtlich und der Ball geht auch nicht ins Tor."

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): "Ich muss der Heimmannschaft gratulieren. Wir haben wegen der ersten Halbzeit verdient verloren. Die Atmosphäre hat unserer Mannschaft sehr zugesetzt. Das war für den einen oder anderen zu viel."


Willi Orban (RB Leipzig): "Wir haben in der zweiten Hälfte gezeigt, dass wir, wenn wir mutig spielen, auch in Istanbul mithalten können. Man hat heute aber auch gesehen, dass wir als junge Mannschaft noch dazulernen müssen."

Stephan Ilsanker (RB Leipzig): "Man spielt nicht jedes Wochenende vor einer Kulisse, wo man auf fünf Metern nichts mehr hört. Ich glaube, das haben noch nicht viele von uns erlebt. Dementsprechend war es schwierig zu kommunizieren auf dem Platz. Das war ein Lernprozess, den wir heute teuer bezahlen mussten. Wir nehmen das so mit, und versuchen das im nächsten Spiel besser zu machen."