Stillen in der Öffentlichkeit: Diese Fotografin setzt ein Zeichen

Viele Mütter müssen sich abwertende Blicke und Kommentare gefallen lassen, wenn sie in der Öffentlichkeit stillen. (Bild: ddpimages)

Das Stillen in der Öffentlichkeit ist noch immer ein umstrittenes Thema. Nicht selten werden Mütter mit negativen Kommentaren und abwertenden Blicken konfrontiert – und gebeten, doch bitte woanders hinzugehen. Die Fotografin Nicki Kaylor hat sich diesem Thema mit Bildern gewidmet.

Besonders in den USA ist das Stillen in der Öffentlichkeit noch verpönt. Das mag auf eine Übersexualisierung von Frauen zurückzuführen sein – oder auf einen generell problematischen Umgang mit Nacktheit. Fakt ist, dass auch heute noch vielen Frauen das Stillen in der in Öffentlichkeit alles andere als einfach gemacht wird.

Die Fotografin Nicki Kaylor hat sich mit diesem Thema in ihrer Fotoreihe „Latched With Love“ auseinandergesetzt und neun Mütter gebeten, die fiesen Kommentare von Fremden einmal aufzuschreiben. Ziel war es, die Schönheit und Natürlichkeit stillender Mütter mit den negativen Kommentaren zu kontrastieren, mit denen die Frauen täglich umgehen müssen.

Gegenüber der Multimedia-Plattform „Mashable“ erklärte Kaylor, dass sie Frauen mit ihrem Projekt das Gefühl geben wolle, dass es in Ordnung sei, ihr Kind zu stillen, ohne dabei ständig die Brust mit einem Tuch zu bedecken. Keine Mutter sollte sich dafür schämen müssen.

Inzwischen haben Kaylors Fotos auf Facebook eine ganze Menge Aufmerksamkeit bekommen und stoßen sowohl auf Zuspruch als auch auf Ablehnung. Gerade Mütter fühlen sich in dem Fotoprojekt verstanden – denn sie kennen das Gefühl, Blicken und Kommentaren hilflos ausgesetzt zu sein. Bleibt nur zu hoffen, dass die Bilder auch andere zu mehr Verständnis anregen werden.

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