Stiftung Warentest: Nur jedes dritte Mineralwasser ist gut

Unerwünschte Spuren und geschmackliche Fehler bei vielen Mineralwassern

Nur jedes dritte Medium-Mineralwasser ist gut. Von 30 untersuchten Wassern mit mittlerem Kohlensäuregehalt hätten nur 11 "gut" abgeschnitten, teilte die Stiftung Warentest am Mittwoch vorab aus der Juli-Ausgabe der Zeitschrift "Test" mit. 18 Mineralwasser erhielten demnach die Note "befriedigend". Problematisch sind der Stiftung zufolge unerwünschte Spuren aus Landwirtschaft, Industrie und Haushaltsabwasser, aber auch geschmackliche Fehler, die meist durch Kunststoffflaschen hervorgerufen würden.

Ein Wasser wurde laut Stiftung Warentest nur mit "ausreichend" bewertet, weil es mit 0,5 Mikrogramm je Liter vergleichsweise viel krebserregendes Chrom enthielt. Der Leitwert für Trinkwasser beträgt demnach 0,3 Mikrogramm pro Liter. Doch selbst bei einer dauerhaften Aufnahme des Wassers sei das Gesundheitsrisiko eher gering, erklärte die Stiftung.

Laut Stiftung Warentest wurden in fünf Wassern Spuren von Süßstoffen, Pestizidabbauprodukten und einem Korrosionsschutzmittel gefunden. Die Gehalte sind demnach zwar "gesundheitlich unbedenklich". Doch die Bezeichnung "natürliches Mineralwasser" sei damit infrage gestellt.

Außerdem schmeckten viele Wasser nach Acetaldehyd. Der Stoff entsteht bei der Kunststoffherstellung. Er kann der Stiftung Warentest zufolge aus Flaschen ins Wasser übergehen und schon in geringen Mengen zu Geschmacksveränderungen führen.

Zwei Handels- und zwei Traditionsmarken belegten demnach die ersten Plätze in dem Mineralwasser-Test. Sie kosten laut Stiftung Warentest zwischen 13 und 54 Cent pro Liter. Die beiden Markenwasser sind demzufolge zwar teurer, gehören aber geschmacklich zu den besten. Sie überzeugten außerdem durch hohe Kalzium- und Magnesiumgehalte.

Den vollständigen Test zum Thema "Mineralwasser" finden Sie hier (kostenpflichtig)