Stickoxide greifen Atemwege und Augen an

Stickoxide entstehen als unerwünschte Nebenprodukte bei der Kraftstoffverbrennung in Motoren. Bauartbedingt ist das vor allem bei Dieseln ein Problem. Gesundheitlich bedenklich ist insbesondere Stickstoffdioxid (NO2). Es ist laut Umweltbundesamt (UBA) ein ätzendes Reizgas, das Schleimhäute im Atemtrakt und Augen angreift. Es führt zu Entzündungsreaktionen, die wiederum die Wirkung anderer Luftschadstoffe verschlimmern. Das führt zu Atemnot, Husten und Anfälligkeit für Atemwegsinfekte. Besonders gefährdet sind Menschen mit Vorschädigung wie etwa Asthmatiker.

Der Behörde zufolge kann bei hohen NO2-Konzentrationen auch eine Zunahme von Herzkreislauferkrankungen und Todesfällen beobachtet werden. NO2 wirkt dabei sowohl direkt als auch indirekt. Es ist in der Luft als Vorläufersubstanz an der Bildung von Feinstaub und dem seinerseits hochaggressiven Schadstoff Ozon beteiligt.

Aus diesem Grund gelten in der EU Grenzwerte für die allgemeine Belastung der Umgebungsluft. Ein Stundenwert von 200 Mikrogramm NOx je Kubikmeter darf höchstens 18-mal im Jahr erreicht werden. Der Jahresdurchschnittsgrenzwert liegt bei 40 Mikrogramm. Viel höhere Grenzwerte gelten in Deutschland am Arbeitsplatz, wo bis zu 950 Mikrogramm erlaubt sind. Die Bezugsmaßstab dafür ist aber eine zeitliche begrenzte Belastung von gesunden Arbeitnehmern.