Stichwahl in Zypern

An diesem Sonntag entscheidet Zypern in einer Stichwahl über die Besetzung des Präsidentenamtes. Nicos Anastasiades und Stavros Malas sind die Bewerber, Anastasiades gewann den ersten Wahlgang vor einer Woche. Der konservative Amtsinhaber erhielt rund 35,5 Prozent der Stimmen, Linkspolitiker Malas kam auf 30 Prozent.

„Ich habe den Wahlkampf nicht großartig verfolgt", sagt ein Mann in der Hafenstadt Larnaka. "Denn für mich war am wichtigsten zu sehen, was die Politiker in den vergangenen fünf Jahren gemacht haben - und nicht in den vergangenen drei Monaten, als es ihnen nur darum ging, Stimmen zu fangen."

Natürlich beschäftigt die Teilung des Landes die Menschen auf der Mittelmeerinsel - und sie hoffen, dass ökonomische Verbesserungen ihren Alltag erleichtern.

„Die Wirtschaft, die Reden der beiden Kandidaten und Zyperns Zukunft", seien die Wahlkampfthemen gewesen, meint diese Frau. „Zum ersten Mal haben wir von den Kandidaten Neues über die Wirtschaft und die Zypern-Frage gehört", meint sie.

„Viele Leute sind arbeitslos oder verdienen nur 500-600 Euro im Monat. Doch das reicht nicht zum Leben", so ein Zyprer.

euronews-Reporter Marios Ioannou kommentiert: „Die Wirtschaft war das Hauptthema während des Wahlkampfes - sowohl bei den Kandidaten als auch in der Bevölkerung. Die Zypern-Frage war zum ersten Mal im Wahlkampf nicht bestimmend."