Stichwahl um Präsidentschaft in Chile begonnen

Bei der Präsidentschaftsstichwahl am Sonntag in Chile stehen sich der konservative Geschäftsmann Sebastián Piñera und der Links-Kandidat Alejandro Guillier gegenüber

In Chile hat am Sonntag die Stichwahl um die Präsidentschaft begonnen. Rund 14 Millionen Wähler waren aufgerufen, den Nachfolger der bisherigen Staatschefin Michelle Bachelet von der Sozialistischen Partei (PS) zu bestimmen. Bei der Stichwahl stehen sich der konservative Geschäftsmann Sebastián Piñera und der Mitte-links-Kandidat Alejandro Guillier gegenüber.

Der Ausgang der Wahl galt als offen. Der 68-jährige Piñera hatte in der ersten Runde am 19. November als klarer Favorit gegolten. Er kam aber nur auf 36,6 Prozent der Stimmen, der Journalist Guillier auf 22,7 Prozent. Ausschlaggebend dürfte daher sein, für wen die Wähler der ausgeschiedenen Kandidatin des Linksbündnisses Frente Amplio (Breite Front, FA) stimmen werden. Beatriz Sánchez, die in der ersten Runde mit 20,3 Prozent der Stimmen auf den dritten Platz kam, hatte zur Wahl Guilliers aufgerufen.

Der Milliardär Piñera war bereits von 2010 bis 2014 Staatschef. Eine hohe Wahlbeteiligung käme Analysten zufolge dem 64-jährigen Guillier zugute. Das Wahlergebnis wird am Abend erwartet. Der neue Präsident tritt sein Amt am 11. März an.