Stichproben: 121 Festnahmen bei Polizeikontrollen in und um Berlin

Im Fokus der Polizei waren die Hauptverkehrsrouten und Strecken von und nach Hamburg

121 Festnahmen, 717 Fahndungstreffer und 601 festgestellte Straftaten. Das ist die Bilanz der temporären G20-Grenzkontrollen der Bundespolizei in Berlin und Brandenburg. Diese waren vom 12. Juni bis 11. Juli stichprobenartig und zu wechselnden Uhrzeiten an der deutsch-polnischen Landesgrenze und den beiden Flughäfen in Tegel und Schönefeld wieder eingeführt worden.

Bundesweit wurden mehr als 700 Haftbefehle vollstreckt, 4217 Fahndungstreffer gelandet und 7583 Straftaten (Stand: 9. Juli) festgestellt. Offiziell kommentieren möchte die Bundespolizei die Zahlen nicht. Innerhalb der Behörde wertet man die Kontrollen aber als Erfolg und Beweis für die Effektivität temporärer und unangekündigter Grenzkontrollen.

Einen Großteil der festgestellten Straftaten machten Verstöße gegen das Waffengesetz aus, teilte die Bundespolizei auf Nachfrage der Berliner Morgenpost mit. Auch die Bandbreite unter den 121 Haftbefehlen sei groß und reiche von Haftbefehlen wegen Gewaltstraftaten bis zu Personen, die eine Ersatzfreiheitsstrafe wegen nicht bezahlter Rechnungen abbüßen müssen.

Bei den restlichen zur Fahndung ausgeschriebenen Personen handelte es sich um solche, die nicht per Haftbefehl gesucht wurden, aber entweder als Beschuldigte oder Zeugen in einem Strafverfahren, zur polizeilichen Beobachtung oder Wohnortfeststellung ausgeschrieben waren. Zur polizeilichen Beobachtung sind etwa Personen erfasst, die in der Vergangenheit durch Straftaten – etwa Taschendiebstahl – strafrechtlich in Erscheinu...

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