Steven Gerrard zerstört Mesut Özil - Arsene Wenger schlägt zurück

Oscar Nolte
90Min

Foto: Getty Images


Der FC Arsenal kassierte am gestrigen Samstag die erste Schlappe der Saison. Gegen Stoke City schluckte das Team von Trainer Arsene Wenger eine 1:0-Niederlage. Kritik erntete es beinahe schon traditionsgemäß für einen lustlos wirkenden Mesut Özil - zum Unverständnis von Trainer und Mentor Arsene Wenger.


Als TV-Experte trat Liverpool-Legende Steven Gerrard am zweiten Spieltag der Premier-League-Saison beim Spiel zwischen Stoke City und dem FC Arsenal in Erscheinung.  "Seine Reaktion und Körpersprache ist besorgniserregend", kritisierte Steven Gerrard, der seine Pfeile in Richtung Mesut Özil abschoss. Der deutsche Regisseur sei einmal mehr blass geblieben und würde trotz überragender Qualitäten zu selten in Erscheinung treten. Ein Vorwurf, den Mesut Özil mittlerweile gewohnt ist.


Im Zentrum der Kritik von Steven Gerrard an Mesut Özil stand die Arbeit des Weltmeisters gegen den Ball. Özil spiele lediglich für das Geschehen im eigenen Ballbesitz, merkte Gerrard an. Ohne hätte er trotz überragenden Talentes einfach keinen Wert für das Team. Des Weiteren merkte der 37-Jan, dass der deutsche Nationalspieler bei Ballverlusten seine Mitspieler im Stich lässt. Harte Worte aus dem Mund der Liverpool-Legende, die allerdings kein Neuland in der Premier League sind. Oftmals ist es Mesut Özil, der bei Niederlagen der Gunners als Sündenbock auserkoren wird.


Wenger deckt Özil den Rücken


Trainer Arsene Wenger reagierte nach dem Spiel gelassen auf die Kritik an seinem Lieblingsschüler. "Ich denke er hat gekämpft", konterte der Franzose auf der abschließenden Pressekonferenz. "Es ist schwer", führte Wenger weiter aus, "einen Einzelnen herauszupicken. Ich glaube wir hatten viele, viele Chancen und er (Mesut Özil, Anm.) verdient keine Kritik."


Gewohntes Bild also in der Premier League. Mesut Özil erntet in einer Partie, in der der FC Arsenal mit durchschnittlich 77,3 Prozent eigenem Ballbesitz (der höchste Spielanteil seit 14 Jahren) trotzdem Kritik von englischen TV-Experten. Auf die Unterstützung von Förderer und Mentor Arsene Wenger kann der Weltmeister allerdings weiterhin zählen.