Steuerbetrug: Cristiano Ronaldos Stolz könnte ihn ins Gefängnis bringen

Cristiano Ronaldo soll über ein Geflecht von Scheinfirmen im großen Stil Steuerbetrug begangen haben

Madrid.  Um 13.15 Uhr wird der Menschenauflauf vor dem Gerichtsgebäude des noblen Madrider Vororts Pozuelo de Alarcón zur wütenden Fankurve. Buhrufe und andere, unschöne Unmutsbekundungen, sind zu hören von den über 200 Journalisten, die auf das Statement eines vierfachen Weltfußballers warteten. Nach etlichen Soundchecks von einer improvisierten Kanzel ist dort dann aber nur ein freundlicher Kommunikationsberater erschienen. Cristiano Ronaldo sei bereits auf dem Heimweg, lässt Inaki Torres wissen. Alles weitere gebe es dann schriftlich.

Derweil kolportieren spanische Medien bereits erste Aussagen aus der knapp anderthalbstündigen, nicht-öffentlichen Vernehmung im prominentesten Steuerverfahren der Nation: "Hieße ich nicht Cristiano Ronaldo, wäre ich nicht hier", soll er Untersuchungsrichterin Mónica Gómez Ferrer vorgehalten haben. Woraufhin die Juristin kühl entgegnet habe: "Hier sitzen jetzt Sie, und hier saßen auch schon Leute mit Namen Antonio Pérez" – also die spanischen Lieschen Müllers.

Portugiese soll 14,7 Millionen Euro hinterzogen haben

Ronaldo, 32-jähriger Portugiese, habe auf einen Übersetzer verzichtet, sich aber mit fortdauernder Unterredung "sichtlich unwohl" und "angespannt" gefühlt, ist weiterhin zu vernehmen. Daher wohl die Abkehr vom ursprünglichen Plan, zu den Medien zu sprechen. Auch das für eine Viertelstunde später angekündigte Kommuniqué folgt schließlich erst nach zwei Stunden. "Ich habe nie etwas verheimlicht oder die Absicht gehabt, Steuern zu hinterziehen", he...

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