Steuer-Affäre: Behörde erwägt irren Deal mit CR7

Die Steuerbehörde ermittelt gegen Cristiano Ronaldo wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung

Akzeptiert Real Madrids Superstar Cristiano Ronaldo eine Gefängnisstrafe, um Geld zu sparen?

Wie die spanische Tageszeitung El Mundo berichtet, soll die spanische Steuerbehörde erwägen, einen der vier Anklagepunkte gegen den Portugiesen fallenzulassen, falls dieser sich grundsätzlich schuldig bekennt und diverse Strafen akzeptiert, die in dem Deal beinhaltet sind.

Ronaldo ist der Steuerhinterziehung angeklagt, weil er zwischen 2011 und 2014 Werbeeinkünfte am Fiskus vorbeigeschleust haben soll. 

Insgesamt handelt es sich dabei um eine Summe von 14,7 Millionen Euro. Die Steuerbehörde bietet nun an, ihn wegen der knapp 8,5 Millionen aus dem Jahr 2014 nicht mehr strafrechtlich zu belangen, wenn Ronaldo in den drei anderen Fällen seine Schuld eingesteht, die als unverhandelbar gelten.

Deal würde Steuerschuld und Strafmaß senken

Damit würde sich die Steuerschuld Ronaldos nur noch auf 6,25 Millionen Euro belaufen, was das Strafmaß deutlich abmildern würde. 

Geht der Deal durch, würde sich die Strafzahlung im besten Falle für Ronaldo auf circa zehn Millionen Euro beziffern. Kommt es ganz dicke, erhöht sie sich durch anhängende Verfahren aber noch auf bis zu 30 Millionen.

Ein Ja zu dem Deal würde auch bedeuten, dass der Europameister von 2016 eine Haftstrafe akzeptiert, die aber aller Voraussicht nach zur Bewährung ausgesprochen wird.

Fall Ronaldo wiegt schwerer als Fall Messi

Ähnlich war es bei seinem ewigen Kontrahenten Lionel Messi, der zu einer 21-monatigen Haftstrafe auf Bewährung im Zuge der Steuerermittlungen gegen ihn verurteilt wurde.

Bei Ronaldo ist die Gesamtsumme der angeblich am Fiskus vorbeigeschleusten Gelder allerdings fast viermal so hoch wie beim Argentinier.

Kommen die beiden Parteien zu keiner außergerichtlichen Einigung, wird es zum Prozess gegen Ronaldo kommen.

Worst Case: Gefängnis und 100 Millionen Euro Strafe

Sollte er den Prozess nicht gewinnen, drohen ihm in diesem Falle eine Gefängnisstrafe, die Rückzahlung der 14,7 Millionen Euro sowie eine zusätzliche Strafzahlung von bis zu 100 Millionen Euro.

Bislang hat Ronaldo die Anschuldigungen gegen ihn stets bestritten.