Sterbenden den letzten Wunsch erfüllen: Dieser Verein macht es möglich

Susanne Klaiber
Seine Frau, seine Tochter und sein Schwiegersohn verbrachten noch einmal einen Nachmittag mit ihm am Wasser.
  • Ein schwerkranker Mann wollte vor seinem Tod noch einmal das Meer sehen
  • Der Verein Lebenswunsch e. V. hat ihm geholfen

Herr P. konnte nicht mehr sprechen. Nicht mehr essen. Krebs raubte ihm Lebensqualität. Und schließlich das Leben. 

Bevor Herr P. starb, wünschte er sich, noch einmal das Meer zu sehen. Das Meer bei Cuxhaven, wo er schon oft Kraft getankt hatte.

Der Verein Lebenswunsch e. V. hat ihm diesen Wunsch erfüllt. Die Helfer organisierten einen speziellen Transporter, Medikamente und was Herr P. sonst noch brauchte.

Seine Frau, seine Tochter und sein Schwiegersohn kommen und verbringen noch einmal einen Nachmittag am Wasser. 

So berichtet es die “Nordwestzeitung”, so erzählt es der Verein auf seiner Homepage und auf Facebook. Die Leitung des Hospizes in Bremen hat geholfen, den Ausflug zu organisieren. 

Am Lebensende bleiben oft Wünsche offen

Der Verein hat nur das eine Ziel: todkranken Menschen einen letzten Wunsch erfüllen. “Wenn das Lebensende plötzlich naht und die Zeit im wahrsten Sinne davon läuft, bleiben oftmals Wünsche offen, um abschließen zu können”, schreibt der Verein. Und hilft da, wo Angehörige allein überfordert wären.

Auf ihrer Seite beschreiben die Helfer, wie sie Herrn P. zum Meer fuhren, dem SV-Werder-Fan Herrn S. das Weserstadion zeigten, Hospiz-Bewohnern ein Sterne-Essen ermöglichten.

Der 53-jährige Swen Griewald fand mithilfe des Vereins ein günstiges Wohnmobil, um mit seiner Frau noch einmal durch Europa zu fahren. Die “Ostsee Zeitung” berichtet, dass er am 22. Mai losfahren wird. 

Der Verein ist auf Spenden angewiesen. Spenden für Stunden, die nicht nur den Kranken helfen, sondern ihrer Familie. Geteiltes Glück eben.

Wenn ihr den Verein unterstützen wollt, könnt ihr es hier tun.

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