Steinmeier wirbt in Singapur für offene und vernetzte Welt

Mit einem Staatsbesuch in Singapur hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine sechstägige Reise begonnen, die ihn auch nach Australien und Neuseeland führen wird. (Archivfoto)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in Singapur für eine offene und vernetzte Welt geworben. Deutschland könne sich ebenso wie Singapur Abschottung und Inselmentalität nicht leisten, sagte Steinmeier am Donnerstag in einer Rede an einer Universität des Stadtstaates. "Verteidigen wir also den freien und fairen Austausch von Ideen und Innovationen, von Gütern und Dienstleistungen. Und bieten wir denen die Stirn, die das Gegenteil wollen."

Er sei überzeugt, "dass Abschottung und der Bau von Mauern in den meisten Fällen weder dazu führen, dass externe Probleme wirklich draußen bleiben, noch, dass der Wohlstand für die Menschen innerhalb der Mauern größer wird", warnte der Bundespräsident auf der ersten Station seiner sechstägigen Reise, die ihn auch nach Australien und Neuseeland führen wird.

Eine offene Welt könne nur auf der Grundlage "von Völkerrecht und allgemeingültigen Regeln" bestehen. Frieden müsse auf der Stärke des Rechts gründen, nicht auf dem Recht des Stärkeren, sagte Steinmeier laut dem in Berlin veröffentlichten Redetext. "Verteidigen wir diese Regeln also gemeinsam."