Steinmeier kondoliert USA nach Blutbad von Las Vegas

Viele Erwartungen an Steinmeiers Russland-Besuch

Nach dem Angriff auf ein Freiluftkonzert in Las Vegas mit mehr als 50 Toten hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den USA sein Beileid ausgesprochen. "Mit Entsetzen verfolge ich die Nachrichten über den Anschlag auf ein Musikkonzert in Las Vegas", schrieb Steinmeier am Montag in einem Kondolenzschreiben an US-Präsident Donald Trump. "Fröhlich feiernde Menschen sind offenbar Opfer eines einzelnen Attentäters geworden, dessen Motive noch völlig unklar sind."

Steinmeier erklärte, dass seine Gedanken bei den Getöteten und bei ihren Angehörigen seien. Für die Verletzten hoffe er auf eine rasche Genesung. Weiter heißt es in dem an Trump gerichteten Schreiben: "Ich wünsche Ihnen und den Menschen in den USA viel Kraft, um die Trauer und den Schmerz über dieses Attentat zu bewältigen."

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) zeigte sich "schockiert" über die Bluttat. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Toten und Verletzen und allen, die sich um einen geliebten Menschen sorgen", erklärte Gabriel in Berlin. "Noch kennen wir nicht die Hintergründe dieses gewissenlosen Verbrechens, dessen Brutalität und Hinterhältigkeit uns zutiefst erschüttern."

Die deutsche Botschaft in Washington stehe in engem Kontakt mit den US-Behörden und arbeite mit Hochdruck daran zu klären, ob deutsche Staatsangehörige unter den Opfern sind. Ein Schütze hatte am Sonntagabend (Ortszeit) in Las Vegas aus seinem Hotelzimmer heraus das Feuer auf Besucher eines Country-Music-Konzerts eröffnet. Nach Polizeiangaben nahm sich der Mann das Leben, bevor die Einsatzkräfte in sein Zimmer gelangen konnten.