Steinmeier fordert Anstrengungen zur Aufrechterhaltung von Bildungsangeboten

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat davor gewarnt, angesichts steigender Corona-Infektionszahlen Bildungs- und Betreuungsangebote zu stark einzuschränken. "Die dritte Welle hat begonnen" und setze insbesondere Kitas, Schulen, Universitäten und Ausbildungsbetriebe "erneut unter enormen Druck", sagte Steinmeier am Mittwoch bei einer virtuellen Gesprächsrunde mit Auszubildenden. Er hoffe auf "flexible Lösungen", um zu verhindern, "dass Betreuung, Bildung und Begegnung jetzt schmerzhaft und flächendeckend wieder abgebrochen wird".

Nötig seien "kluge" und regional passende Lösungen, sagte Steinmeier. Dabei müsse einerseits die "besorgniserregende Pandemie-Lage" sehr ernst genommen werden. Zugleich müssten aber andererseits die "genauso schwerwiegenden Bedürfnisse" der Kinder und Jugendlichen mit in den Blick genommen werden.

Kinder und junge Leute hätten bereits monatelang nicht in die Kita, die Schule oder die Universität gehen können, rief Steinmeier in Erinnerung. Wenn sie nun als erste wieder zurückstecken müssten, "bleibt das eben auch nicht ohne spürbare soziale und bildungspolitische Folgen".

An seine Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner gerichtet sagte Steinmeier: "Gerade Sie, die Jungen, treffen die Folgen der Corona-Pandemie mitunter besonders hart." Dies sei in der Krise "ein wenig untergegangen". Er ahne, wie schwer der Start ins Berufsleben unter diesen Umständen sei und "wie sehr auch Sie unter den Kontaktbeschränkungen leiden".

Die jungen Menschen im Land hätten in der Pandemie "enorme Solidarität" gezeigt, lobte Steinmeier. Sie hätten "tiefe Einschnitte auf sich genommen", um die besonders Gefährdeten zu schützen. Nun sei es "an uns, den Älteren, Solidarität mit Ihnen zu zeigen, damit Sie nicht noch länger ausgebremst sind", sagte Steinmeier.

cne/bk