Steinhoff: Verfahren vor Amsterdamer Gericht verschoben

dpa-AFX

STELLENBOSCH/AMSTERDAM (dpa-AFX) - Ein niederländisches Gericht hat die Entscheidung in einem Rechtsverfahren rund um den kriselnden Möbelhändler Steinhoff verschoben. Der ursprünglich für Freitag angesetzte Entscheid soll nun bis spätestens 22. Januar fallen, wie Steinhoff am Mittwochabend mitteilte. Bei dem Rechtsstreit vor der Handelskammer eines Amsterdamer Gerichtshofes geht es nach früheren Informationen der "Wirtschaftswoche" um einen Konflikt des Ikea-Rivalen mit einem ehemaligen Joint-Venture-Partner. Dem Blatt zufolge soll es sich dabei um einen österreichischen Miteigentümer der XXXLutz-Möbelkette und dessen Beteiligung am Möbeldiscounter Poco handeln, den Steinhoff in der eigenen Bilanz ausweist. Das Verfahren dreht sich unter anderem um den Jahresabschluss 2016.

Der Steinhoff-Konzern mit niederländischer Rechtsform und operativem Sitz in Südafrika ist in eine schwere Krise gerutscht, seit wegen Bilanzunregelmäßigkeiten ermittelt wird. Bei den Unregelmäßigkeiten geht es laut Steinhoff um die "Richtigkeit und Werthaltigkeit" bestimmter Vermögenswerte im Europa-Geschäft. Die Steinhoff-Aktie hat seit dem Bekanntwerden des Skandals einen Großteil ihres Werts verloren und wird derzeit nur zu Cent-Beträgen gehandelt. Der neue Konzernchef Danie van der Merwe ringt nun mit Geldgebern um Kreditlinien.