Steinhoff-Krise: Leiner-Flagshipstore an Benko verkauft - Mietvertrag bis 2030

dpa-AFX

Wien/St. Pölten/Sandton (dpa-AFX) - Der Bilanzskandal beim Möbelkonzern Steinhoff hat auch Auswirkungen in Österreich. Der Verkauf der Leiner-Großfiliale auf der Wiener Mariahilfer Straße an den Tiroler Immobilienmilliardär Rene Benko ändere aber nichts an der Gebäudenutzung. "Kika/Leiner hat für das Haus einen bestehenden Mietvertrag bis zum Jahr 2030", sagte Firmensprecherin Sonja Felber am Freitag. "Für unsere Kunden bleibt alles, wie es ist." Der Verkauf sei Teil der Restrukturierung des Kika/Leiner-Eigentümers Steinhoff.

Ein Bilanzskandal und der darauffolgende Aktienabsturz erschüttern seit Anfang Dezember den deutsch-südafrikanischen Möbelriesen. Nach dem Auffliegen von Bilanzunregelmäßigkeiten mussten der Steinhoff-Vorstandsvorsitzende, der Aufsichtsratschef und der Finanzvorstand ihre Posten räumen. Derzeit laufen Gespräche mit den Gläubigerbanken, um die Liquidität des Möbelkonzerns zu sichern.

Ob Benko an weiteren Leiner/Kika- oder Steinhoff-Immobilien interessiert ist, wollte ein Signa-Sprecher auf APA-Anfrage am Freitag nicht kommentieren.