Steigende Zinsen und Baukosten belasten Immobilien-Projektentwickler

FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Stark steigende Zinsen und Baukosten belasten nicht nur private Bauherren, sondern auch Entwickler großvolumiger Immobilienprojekte. Nach Jahren des Wachstums gerate der Markt für die Entwickler von Wohn- und Gewerbeprojekten ins Stocken, teilte das Immobilien-Analyseunternehmen Bulwiengesa am Mittwoch mit. Während die steigenden Zinsen und Baupreise zu wesentlich höheren Finanzierungskosten führten, seien Banken bei Projektentwicklungen zurückhaltender und forderten mehr Eigenkapital.

"Das aktuelle Marktumfeld drängt den deutschen Gewerbe- und Wohnungsbau in eine Art Zwangsjacke. Es drücken Materialengpässe und extreme Kostensteigerungen bei zunehmenden energetischen Qualitätsanforderungen", sagte Bulwiengesa-Vorstand Sven Carstensen. "Und dies in einem Marktumfeld, das von Verunsicherung geprägt ist."

"Aktuell verhalten sich viele Marktteilnehmer abwartend, beobachten die Situation und verschieben Entscheidungen", ergänzte Manuel Köppel, Finanzvorstand des Finanzierungsberaters BF.direkt. Künftig werde sich nicht mehr jedes Projekt rechnen.

In den sieben größten deutschen Städten ging laut der Angaben das Projektentwicklungsvolumen zwischen 2021 und 2022 um 3,6 Prozent zurück, vor allem im Wohnungsbau (minus 7,6 Prozent). So gut wie alle Nutzungsarten wie Büro, Handel, Wohnen litten unter unwirtschaftlichen Marktbedingungen wie begrenzten Erträgen bei Mieten und Preisen und weiter sehr stark steigenden Baukosten.

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