Steigende Wasserstände an Rhein und anderen Flüssen sorgen für Alarm

Die Regenfälle der vergangenen Tage haben die Pegelstände an Flüssen wie Rhein und Mosel ansteigen lassen und erste Gegenmaßnahmen der Behörden ausgelöst. Die Schifffahrt auf der Mosel wurde komplett eingestellt

Die Regenfälle der vergangenen Tage haben die Pegelstände an Flüssen wie Rhein und Mosel steigen lassen und Gegenmaßnahmen der Behörden ausgelöst. Städte wie Köln und Düsseldorf kündigten für Freitag die Schließung erster Fluttore und den Aufbau mobiler Schutzwände an. Die Schifffahrt auf der Mosel wurde nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Koblenz in der Nacht zum Donnerstag komplett eingestellt.

Laut Hochwasserzentralen war unter anderem entlang des Rheins in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen in den kommenden Tagen mit weiter steigenden Wasserständen zu rechnen. Am Donnerstag wurden am Pegel Köln 6,90 Meter gemessen, bis Anfang kommender Woche werden derzeit 8,50 Meter bis neun Meter erwartet. Die Gefahr gravierender Überflutungen bestand bislang allerdings weder dort noch am Rheinzufluss Mosel.

Ausgelöst wurden die ergiebigen Regenfälle durch Sturmtief "Burglind", das seit der Nacht zum Mittwoch über Deutschland gezogen war. Bundesweit bescherte es den Einsatzkräften arbeitsreiche Stunden durch beschädigte Dächer, umgestürzte Bäume, Straßensperrungen und von Fahrbahnen gedrückte Autos.

So meldete die Feuerwehr Hamburg am Donnerstagmorgen etwa 60 witterungsbedingte Einsätze, die Feuerwehr in Bonn zählte bis Mittwochabend mehr als 90. Schwerere Unfälle wurden aber nicht gemeldet, es blieb in der Regel bei Sachschäden.

In Köln sollten am Freitagmorgen am Marktplatz im Stadtteil Porz-Zündorf mobile Barrieren errichtet werden, bereits seit Mittwoch sind bestimmte ufernahe Straßen und Plätze für den Verkehr gesperrt. Laut Stadt gilt ein Hochwasser bis zu einem Wasserstand von 9,50 Metern aber als "häufiges Ereignis", im Stadtgebiet sind Schutzbauten teils auf 11,90 Meter ausgelegt.

Auch die Stadt Düsseldorf ergriff erste Maßnahmen. Am Freitag sollte ein erstes Flutschutztor am Alten Hafen geschlossen werden. Der rheinland-pfälzische Hochwassermeldedienst rechnete nach eigenen Angaben damit, dass im Rheinabschnitt bei Maxau ab Freitagmittag ein Wasserstand erreicht wird, ab dem auch dort der Schiffsverkehr eingestellt werden müsste.

Auch an vielen anderen Flüssen bundesweit stiegen die Pegel nach Angaben der Behörden an. Der Deutsche Wetterdienst sagte für den Süden weiterhin anhaltende und ergiebige Niederschläge voraus. Außerdem sollte es stürmisch bleiben.