Steigende Mieteinnahmen steigern Gewinn von Wohnungskonzern Vonovia

Quartierbüro von Vonovia in Essen

Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia hat auch dank steigender Mieteinnahmen seinen Gewinn vor Steuern und Zinsen kräftig gesteigert. Das operative Ergebnis kletterte im vergangenen Jahr um 21 Prozent auf knapp 921 Millionen Euro, wie Vonovia am Dienstag in Bochum mitteilte. Die Anzahl der Wohnungen, die das Unternehmen besitzt und verwaltet, stieg auf knapp 347.000. Den Aktionären versprach Vonovia eine Anhebung ihrer Dividende um 18 Prozent auf 1,32 Euro.

Bei Vonovia beträgt die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter 6,27 Euro, wie der Konzern mitteilte. Sie stieg 2017 durch "marktbedingte Anhebung" um 1,6 Prozent und durch "Wohnwertverbesserungen" um 2,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Mieteinnahmen des Unternehmens kletterten damit von 1,54 Milliarden auf 1,67 Milliarden Euro.

Rund 1,1 Milliarden Euro investierte Vonovia den Angaben zufolge in Neubauten, Wohnwertverbesserung und energetische Modernisierung sowie in die Instandhaltung. Ziel sei es, jedes Jahr rund 2000 neue Wohnungen zu bauen.

Vonovia will auch durch Zukäufe noch größer werden: Im Dezember bot der Konzern mehr als fünf Milliarden Euro für das österreichische Wohnungsunternehmen Buwog mit mehr als 50.000 Wohnungen, davon 27.000 in Deutschland. Mindestens die Hälfte der Aktionäre der Buwog sowie die Kartellbehörden müssen zustimmen.

Vonovia war aus der Fusion von Deutsche Annington und Gagfah hervorgegangen. Die Immobiliengesellschaft wurde im September 2015 in den Deutschen Aktienindex (Dax) der 30 größten börsennotierten Unternehmen aufgenommen. 2016 scheiterte eine feindlichen Übernahme des größten Konkurrenten Deutsche Wohnen für rund 14 Milliarden Euro.