Steigende Fangmengen lassen Preise für Nordseekrabben einbrechen

Nordseekrabben werden billiger. Wegen der nach schwachen Monaten zuletzt wieder stark gestiegenen Fangmengen haben die Preise in den vergangenen Wochen deutlich nachgegeben, wie der Deutsche Fischerei-Verband (DFV) am Donnerstag in Hamburg mitteilte

Nordseekrabben werden billiger. Wegen der nach schwachen Monaten zuletzt wieder stark gestiegenen Fangmengen haben die Preise in den vergangenen Wochen bereits deutlich nachgegeben und liegen inzwischen weniger als halb so hoch wie noch im ersten Halbjahr, wie der Deutsche Fischerei-Verband (DFV) am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Für die Verbraucher würden Krabben damit bald wieder "erschwinglich" werden.

Wie der Verband unter Berufung auf die Erzeugergemeinschaft der Deutschen Krabbenfischer mitteilte, kletterte die wöchentliche Fangmenge nach den ersten Herbststürmen im September von 600 bis 800 Kilogramm auf rund drei Tonnen. Nach der schwierigen Saison des Vorjahres mit sehr wenigen Krabben gebe es auf der Nordsee wieder einen "durchschnittlichen Herbst" mit weitgehend normalen Verhältnissen, betonte deren Geschäftsführer Philipp Oberdörffer.

In der Folge sanken die an die Fischer gezahlten Erzeugerpreise demnach auf vier bis fünf Euro pro Kilo. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres lagen diese im Durchschnitt laut Verband bei 11,84 Euro - und damit weit mehr als doppelt so hoch.

Auch die Fischer in den Niederlanden und Dänemark fingen wieder mehr Krabben. Wegen der sehr geringen Fänge des vergangenen Herbstes und des Frühjahrs waren die Preise etwa für Krabbenbrötchen dem Verband zufolge teils auf bis zu zehn Euro gestiegen.