Stefanie Hertel: Facebook-Plädoyer ist Plagiat

Stefanie Hertel hat ein Plagiat auf ihrer Facebook-Seite – für den guten Zweck. (Bild: Getty Images)

Es war ein ungewöhnlicher Post für Schlagersängerin Stefanie Hertel: Vor wenigen Tagen veröffentlichte sie auf Facebook ein Statement für mehr Toleranz. Dafür erntete sie Komplimente, aber auch Kritik. Doch nun kam heraus: Die Worte sind gar nicht von ihr.

Zwischen TV-Terminen und Musikempfehlungen stach ein Facebook-Post von Stefanie Hertel besonders heraus: Ein Plädoyer für mehr Toleranz, das sie in der Nacht zum Dienstag veröffentlichte. So schrieb Hertel: Wenn man gegen die gleichgeschlechtliche Ehe sei, solle man einfach keinen gleichgeschlechtlichen Partner heiraten. Wenn man gegen Musik von Helene Fischer ist, solle man diese nicht hören. Nach dem Motto: Leben und leben lassen.

Während viele dem Statement zustimmten, gab es auch böse Stimmen. Ein User führte die Gleichung extrem weit: Sei man gegen Kinderehen, so solle man kein Kind heiraten. Die Worte der Musikerin nannte er naiv.

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Doch: Die Worte stammen gar nicht von Hertel selber. Sie wurden von einem anderen Promi verfasst: Moderator und sogenannter „Bingobär“ Michael Thürnau veröffentlichte sie zuerst auf seiner Facebook-Seite. Hertel bestätigte mittlerweile, dass sie den Post eins zu eins von seiner Seite übernommen hat.

„Ich habe das Posting von Michael Thürnau abends beim Stöbern im Internet gelesen und fand seine Worte so toll, dass ich ihm einfach nur recht geben kann. Deshalb habe ich seine Sätze übernommen und auf Facebook gestellt“, sagt Stefanie Hertel im Interview mit der „Bild“. Dazu wurde dann auch gleich der Urheber der Worte befragt. „Ich war ziemlich überrascht, als ich mein Posting auf ihrer Facebook-Page wiederfand. Schließlich ist es ja zu 100 Prozent mein Text. Aber ich kenne Stefanie Hertel schon viele Jahre, wir waren auch ein paar Mal zusammen auf Tournee. Dass wir beide die gleiche Einstellung haben, freut mich natürlich“, so NDR-Moderator Thürnau zur „Bild“.

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