Stefan Kießling von Bayer Leverkusen vor Karriereende: "Brauche mit Sicherheit neue Hüfte"

Stefan Kießling von Bayer Leverkusen hat mit der Bild über sein bevorstehendes Karriereende gesprochen. Dabei rechnet er mit einem künstlichen Hüftgelenk: "So lange es geht, versuche ich das mit der neuen Hüfte aufzuschieben. Ich bin zwar erst 34, aber ich fühle mich alt."

Dem langjährigen Bayer-Spieler hat das Profitum einiges abgefordert: "Manchmal tut mir das Aufstehen weh, vielleicht wird es aber nach der Karriere besser, wenn die tägliche Belastung nicht mehr da ist." Kießling fühlt sich nach zwölf Jahren in Leverkusen überholt.

"Schauen Sie doch mal auf unsere Telefone, wie die heute aussehen. Alles wird schneller, es gibt immer mehr Neues. Gefühlt hast du heute acht Co-Trainer, ein Koch ist immer dabei. Die ganze Kohle, die im Spiel ist", führte Kießling an. Dennoch will er dem Fußball erhalten bleiben, Gespräche über ein Engagement in Leverkusen laufen.

Stefan Kießling hätte gerne öfter für Deutschland gespielt

Vor dem letzten Spiel der Karriere gegen Hannover 96 blickt Kießling ohne Reue zurück: "Natürlich hätte ich gerne mehr Spiele für Deutschland gemacht. Aber es war nun mal nicht so. Und bevor ich zehn Mal eingeladen werde und zehn Mal keine Rolle spiele, bin ich dann auch lieber zu Hause geblieben."

Stefan Kießling Bayer Leverkusen Bundesliga

Gegen Bundestrainer Joachim Löw hegt der Stürmer keinen Groll: "Die Medien haben sich sehr für mich stark gemacht, Wertschätzung habe ich also schon bekommen. Aber ich wusste, dass ich kaum Chancen hatte und habe so viele freie Wochenenden genossen."

Stefan Kießling über Phantom-Tor von 2013

Ein eher turbulentes Wochenende hatte Kießling 2013. Das Phantom-Tor gegen die TSG 1899 Hoffenheim blieb in Erinnerung: "Ich finde den Video-Beweis sogar ganz gut. Wenn ich an mein Phantom-Tor in Hoffenheim 2013 denke, dann hätte mir das persönlich damals sehr viel geholfen. Es hätte uns allen viele Diskussionen und Ärger erspart."

Auch diese Diskussion wird in die Geschichte von Kießling eingehen. Er blickt gerne zurück auf die aktive Zeit: "Es gibt nichts Schöneres, als Fußballer zu sein und diesen Beruf mit Leidenschaft auf dem Platz ausleben zu können. Das wird mir fehlen."