Stefan Effenberg rechnet mit der Bundesliga ab: "Das ist enttäuschend"

Die ARD und Mehmet Scholl gehen getrennte Wege. Offen ist weiterhin, wer den Experten beerben wird. Stefan Effenberg scheint der Favorit zu sein.

Stefan Effenberg attackiert nach dem FC Bayern München auch die Bundesliga. Für ihn ist auch in naher Zukunft keine Besserung der Qualität in Sicht.

"Alle, die uns in den vergangenen Jahren in der Europa League vertreten haben, sind früh gescheitert. Das war unterm Strich katastrophal – das muss man ganz klar und deutlich so sehen", gibt Effenberg im Interview mit T-Online an.

Der ehemalige Spieler des FC Bayern lederte bereits gegen den Rekordmeister. Nun ist die gesamte Liga in die Schusslinie geraten: "Schalke, Hertha, Freiburg, Mainz. Nicht eine Mannschaft war auch nur ansatzweise in der Nähe eines Halbfinals oder Finals. Das ist enttäuschend."

Erwartungen an RB Leipzig gedämpft

Der internationale Wettbewerb sei von Jahr zu Jahr wieder für eine Blamage des deutschen Fußballs gut. Das sieht er auch in diesem Jahr nicht anders.

Neu dabei sind RB Leipzig und die TSG 1899 Hoffenheim. Was Effenberg erwartet? "Nicht viel. Und  man weiß dadurch, wo der deutsche Fußball steht. Du hast Bayern und Dortmund – und vielleicht wächst mal bei Leipzig etwas heran. Das war‘s."

Klopp und Guardiola sollen zurück

Vorbild soll laut Effenberg Spanien sein: "Die Spanier haben den internationalen Fußball ohne Wenn und Aber beherrscht in den letzten Jahren. Da gibt es keine zwei Meinungen, denke ich." Dementsprechend wünscht er sich wieder internationales Flair in der Bundesliga.

"Beide haben der Liga ihren Stempel aufgedrückt. Jürgen Klopp aufgrund seiner Erfolge, aber natürlich auch als Typ, der wirklich den Fußball lebt wie kaum ein anderer Trainer. Pep Guardiola hat den Fußball verändert, auch wenn er nicht die Champions League gewonnen hat. Klar, die fehlen der Bundesliga", so Effenberg.

Klopp bald beim FC Bayern

Früher oder später rechnet Effenberg deshalb mit einem Engagement von Klopp bei den Bayern: "Meister werden in England wird schwierig. Trainer bei Bayern München wird er bestimmt mal. Da spielt es auch keine Rolle mehr, dass er lange in Dortmund war."

Effenberg bemüht den Vergleich mit dem heutigen Münchner Kapitän: "Manuel Neuer kam von den Blauen. Wir kennen die Anfangssituation. Zu Beginn wurde er ausgepfiffen, nach vier Wochen und zahlreichen Top-Leistungen war Ruhe – und heute ist er Kapitän.“