Stefan Effenberg kritisiert DFB-Stürmer: "Thomas Müller ist die Torgefahr abhandengekommen"

Der ehemalige Nationalspieler Stefan Effenberg hat Deutschlands Offensivmann Thomas Müller für dessen bisherige WM-Auftritte kritisiert.

Stefan Effenberg hat Thomas Müllers Platz in der Startelf des DFB-Teams infrage gestellt. Der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft könne sich gerade gegen defensiv ausgerichtete Teams auch andere Alternativen vorstellen.

"Er arbeitet viel für die Mannschaft, auch in der Rückwärtsbewegung. Aber das, was ihn eigentlich immer ausgezeichnet hat, war diese Torgefahr und die ist ein bisschen abhandengekommen", sagte Effenberg zu t-online.de.

Müller wäre laut Effenberg im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea auch ein Kandidat für die Bank: "Das ist mit Sicherheit mal eine Option. Je enger es wird für ihn, je kompakter die Gegner stehen, desto schwieriger ist es einfach, weil er kein Spieler ist, der Eins-gegen-Eins-Situationen sucht."

Stefan Effenberg mahnt: "Deutschland noch lange nicht bei 100 Prozent"

Zwar sei Müller noch immer ein "wichtiger Spieler für die Jungs auf dem Platz, aber auch für Jogi Löw", an seine Leistungen bei den Weltmeisterschaften in Brasilien und Südafrika komme er jedoch nicht mehr heran.

Nach dem wichtigen Last-Minute-Sieg der deutschen Elf gegen Schweden scheint die Stimmung im DFB-Lager deutlich besser als noch vor einigen Tagen. Effenberg mahnte jedoch: "Nach wie vor kannst du die Deutschen schlagen, was vielleicht vor vier Jahren schwieriger war. Sie sind noch lange nicht bei 100 Prozent."

Vor allem in Sachen Zusammenhalt sieht Effenberg noch Verbesserungspotenzial. "Diese Einheit und die Mannschaft, wie man immer sagt, die sehe ich noch nicht", sagte der 49-Jährige. Als positives Beispiel nannte Effenberg in diesem Zusammenhang die Kroaten. "Da muss die deutsche Mannschaft hinkommen", meint Effenberg.