Was steckt hinter Nordkoreas angeblichem Angebot, das Atomwaffenprogramm zu stoppen?

Susanne Klaiber
Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un (Mitte)

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat in Aussicht gestellt, seine Atomwaffentests auszusetzen, wenn er dafür Sicherheitsgarantien bekommt. Das jedenfalls berichteten südkoreanische Medien am Dienstag.

Die Meldung hat Beobachter überrascht. Fraglich ist aber, wie ernst die Ankündigung zu nehmen ist. 

Die neue Situation in Nordkoreas Atomkonflikt auf den Punkt gebracht.

Die neusten Meldungen aus Nord- und Südkorea: 

► Südkoreas nationaler Sicherheitsberater Chung Eui Yong ist am Dienstag von einem zweitätigen Besuch in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang zurückgekehrt. Er sagte, Nordkorea habe beteuert, das Land habe keinen Grund, Atomwaffen zu besitzen, sollten “die Sicherheit des Systems garantiert und militärische Bedrohungen Nordkoreas” beseitigt sein.

► Während der Dialogphase wolle Nordkorea auf weitere Atomwaffen- und Raketentests verzichten. Außerdem habe Nordkorea versprochen, keine atomaren und konventionellen Waffen gegen Südkorea zu richten.   

► Die Angaben wurden bislang nicht von der kommunistischen Führung Nordkoreas bestätigt.

Der Hintergrund im Atomkonflikt: 

► Nordkorea arbeitet seit vielen Jahren daran, genug atomwaffenfähiges Material, passende Sprengköpfe und Trägerraketen herzustellen. Durch die Provokationen erhält das notorisch klamme Regime ein Druckmittel auf internationalem Parkett. 

► Durch das Atomwaffenprogramm sieht sich nicht nur Südkorea bedroht, sondern auch die mit Südkorea verbündeten Länder Japan und die USA. Die Vereinten Nationen haben Nordkorea wegen des Programms immer wieder mit Sanktionen belegt.

 China hat im Koreakrieg der 1950er-Jahre noch auf der Seite des Nordens gekämpft und ist nach wie vor wichtigster Handelspartner des abgeschotteten Landes. Die chinesische Führung fürchtet, dass die mit Südkorea verbündeten US-Truppen bei einem Fall des nordkoreanischen Regimes direkt an der chinesischen Grenze stehen könnten. Dennoch sind die

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