Zahlreiche Tote nach Staudammbruch in Kenia

Nach dem Bruch eines Staudamms im Südwesten Kenias ist die Zahl der Todesopfer auf über 30 gestiegen. Das sagte eine Sprecherin des kenianischen Innenministeriums.

Der Damm in der Provinz Nakuru war am Mittwochabend gebrochen. Die Wassermassen durchschwemmten hunderte Häuser, mindestens 2000 Menschen sind in dem Gebiet betroffen.

Peter Mbae, Mitglied des Kreisrates, Nakuru, sagte vor Ort: "Wir sind sehr besorgt, weil viele Anwohner noch vermisst werden, und befürchten, dass sie unter dem Geröll begraben sein könnten, vor allem diejenigen aus den niedrigeren Lagen."

Am schwersten betroffen war das Dorf Solai, knapp 200 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Nairobi.

Schwere Niederschläge und Überschwemmungen haben in den vergangenen Wochen laut Regierungsangaben bereits mehr als 130 Todesopfer gefordert und über 220.000 Menschen obdachlos werden lassen. In den kommenden Tagen wird weiterer Regen erwartet.