Statt zu fliehen: Häftlinge retteten kollabierten Gefängniswärter das Leben

Statt zu fliehen: Häftlinge retteten kollabierten Gefängniswärter das Leben

Sie sahen einen Mann in Not, nicht eine Möglichkeit, zu entkommen: Sechs Häftlinge kamen einem Gefängniswärter, der vor ihren Augen kollabierte, zu Hilfe. Dafür werden sie nun gefeiert.

Laut dem US-amerikanischen Portal "Mashable" waren die Insassen des Polk-County-Gefängnisses im US-Bundesstaat Georgia gerade dabei, das Gras eines nahe liegenden Friedhofs zu stutzen, als sich der Vorfall ereignete. Der Gefängniswärter brach zusammen und schlug mit dem Gesicht voran auf dem Boden auf. Doch anstatt mit seinem Wagen und seiner Waffe zu fliehen, eilten die Häftlinge dem Mann zu Hilfe und wählten den Notruf.

"Sie hätten alles machen können, was sie wollten", erzählte Polk-County-Sheriff Johnny Moats. "Sie waren draußen, alleine mit diesem einen Polizisten. Wenn sie ihn da gelassen hätten, hätte es möglicherweise Stunden gebraucht, bis ihn einer dort gefunden hätte. Wenn sie nicht geholfen hätten, ich weiß nicht, was mit ihm passiert wäre. Die Häftlinge haben gute Arbeit geleistet. Ich bin sehr stolz auf sie."

Die Insassen wussten einfach, was sie zu tun hatten. Einem lokalen TV-Sender erklärte Greg Williams, einer der Helden: "Als es passierte, ging es nicht darum, wer im Gefängnis sitzt und wer nicht. Es ging um einen gestürzten Mann und wir mussten ihm helfen." Glücklicherweise konnte sich der Gefängniswärter mittlerweile wieder erholen. Und natürlich wurden die sechs Häftlinge auch ordentlich belohnt. Für ihre Heldentat gab es Desserts und Pizza.