Statt Bankfilialen: Wenn in Brandenburg das Geld mit dem Sparkassen-Bus kommt

Bankmitarbeiter Nico Bandick in seiner rollenden Filiale. Auch in dem Bus wird auf Sicherheit geachtet

Fürstlich Drehna.  Nico Bandick hat wohl einen der ungewöhnlichsten Arbeitsplätze, die ein Bankkaufmann in Deutschland haben kann. Der Sparkassenmitarbeiter sitzt in Anzug und Krawatte hinter einem Schalter – in einem Bus. Damit fährt er durch Ortschaften in Brandenburg südlich von Berlin. Dort gibt es keine Bankfilialen. Auch andernorts in Deutschland haben sich Kreditinstitute Konzepte für die Geldversorgung und Bankgeschäfte auf dem Land ausgedacht. Nicht alle funktionieren gleich gut.

Der knallrote, gepanzerte Bus fällt in den Dörfern und Orten auf. Hier kennt man sich, in den Vorgärten winken die Bewohner dem 29 Jahre alten Bankkaufmann zu, als er die Straßen entlangfährt. "Es macht Spaß, die Kunden werden nach einer gewissen Zeit offener", beschreibt Bandick seinen Job.

Einmal in der Woche kommt die fahrende Bank

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Hier macht der Bus in Bornsdorf (Dahme-Spreewald) Station. Patrick Pleul / dpa

Eine seiner vielen Stationen ist Fürstlich Drehna (Dahme-Spreewald). Einmal die Woche hält der Bus dort für mehrere Stunden. Von außen erinnert die rollende Bank an einen Linienbus, hinten ist der Einstieg. Das Innenleben sieht so aus: Schalter samt Glasscheibe, Infoflyer in Regalen und der PC-Arbeitsplatz. Nach kurzer Zeit kommen die ersten Kunden. "Tachchen", ruft ein älterer Herr, stellt sein Fahrrad ab und steigt ein.

Er ist wie viele andere Kunden sehr leger gekleidet, man kennt sich eben. "Wie immer", sagt er zu Bandick und schließt eine Tür hinter sich, die den Schalterbereich von Sitzgelegenheiten im hinteren Teil des Busses trennt. Diskretion gibt es auch hier. Vor allem Äl...

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