State Street Bank: Vertrauen in Aktien sinkt trotz Rekorden an der Wall Street

BOSTON (dpa-AFX) - Die Zuversicht der Anleger hat einer Studie zufolge im Oktober wieder etwas abgenommen. Das von der State Street Bank ermittelte weltweite Anlegervertrauen - abgebildet im Investor Confidence Index (ICI) - sank im Vergleich zum September um 0,9 Punkte auf 79,2 Punkte. Im September waren die Anleger noch etwas optimistischer gewesen.

Grund für die jüngst eingetrübte Stimmung sei der Rückgang des Anlegervertrauens in Nordamerika und in Asien, während die Investoren in Europa erneut deutlich zuversichtlicher gewesen seien. "Trotz neuer Höchststände an der Börse ist das Vertrauen der US-Investoren im Oktober weiter gesunken", sagte Marvin Loh, Senior Makrostratege bei State Street Global Markets. Und unbenommen einer entgegenkommenderen US-Notenbank schienen sich die gestiegenen geopolitischen Risiken in Verbindung mit den bisher hohen Aktienbewertungen in den USA im Moment negativ auf die Stimmung der Anleger auszuwirken.

Kenneth Froot von State Street Associates ergänzte: "Der überdimensionale Anstieg des europäischen Anlegervertrauens wird vor allem durch die Umschichtung zurück in britische Vermögenswerte getragen." Institutionelle Anleger schienen zu glauben, dass der britische Leitindex FTSE 100 <GB0001383545> nach den jüngsten Kursrückgängen eine kurzfristige Kaufgelegenheit biete.

Der Investor Confidence Index misst das Vertrauen beziehungsweise die Risikobereitschaft der Anleger quantitativ, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufverhalten institutioneller Investoren untersucht. Der Index weist Änderungen bei der Risikobereitschaft der Anleger eine genaue Bedeutung zu: Je höher die prozentuale Verteilung auf die einzelnen Papiere, desto größer die Risikobereitschaft beziehungsweise das Vertrauen. Ein Wert von 100 ist neutral; dies ist der Wert, bei dem Investoren ihren langfristigen Anteil an risikoreichen Anlagen weder erhöhen noch verringern.