State Street Bank: Stimmung in Europa besser und in Asien schlechter

BOSTON (dpa-AFX) - Die Stimmung unter Anlegern in Europa und Nordamerika hat sich im April verbessert. Der vom Vermögensverwalter State Street ermittelte Investor Confidence Index (ICI) legte in Europa von 95,5 Punkten im März auf 102,8 Punkte zu. Der ICI für Nordamerika stieg hingegen nur um 1,2 Punkte auf 68,0 Zähler, wie State Street am Donnerstag mitteilte.

Der weltweite Umfragewert gab hingegen um 0,7 auf 73 Punkte nach. Dieser Rückgang resultierte aus einer deutlich tristeren Stimmung der Investoren in Asien. Dort sackte der ICI von 98,3 auf 80 Punkte ab auf den tiefsten Stand seit 2005. Analyst Rajeev Bhargava von State Street führte dies auf Bedenken unter Anlegern zurück, "ob die Region in der Lage ist, den Lockdown nachhaltig zu beenden, da es in betroffenen Ländern wieder zu neuen Fällen kommt".

Der Investor Confidence Index misst das Vertrauen beziehungsweise die Risikobereitschaft der Anleger quantitativ, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufverhalten institutioneller Investoren untersucht. Der Index weist Änderungen bei der Risikobereitschaft der Anleger eine genaue Bedeutung zu: Je höher die prozentuale Verteilung auf die einzelnen Papiere, desto größer die Risikobereitschaft beziehungsweise das Vertrauen. Ein Wert von 100 ist neutral; dies ist der Wert, bei dem Investoren ihren langfristigen Anteil an risikoreichen Anlagen weder erhöhen noch verringern.