State Street Bank: Aktienanleger sind im Juni allesamt pessimistischer

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BOSTON (dpa-AFX) - Die Stimmung unter den Aktienanlegern hat sich einer Analyse zufolge im Juni wieder eingetrübt. Der Global Investor Confidence Index (ICI) gab um 2,1 Punkte auf 96,3 Punkte nach, wie der Vermögensverwalter State Street am Mittwoch mitteilte. Damit bleibt das Stimmungsbarometer unter der Risikobereitschaft signalisierenden Marke von 100 Punkten. Im Mai war der Index noch gestiegen.

Im Juni nun hat sich die Stimmung State Street zufolge in allen wichtigen Regionen der Welt eingetrübt. Die deutlichsten Verluste verzeichnete der Teilindex für Asien, der 9 Punkte einbüßte. Die Teilindizes für Nordamerika und Europa gaben weniger deutlich nach.

Rajeev Bhargava, Leiter der Abteilung Investor Behavior Research bei State Street, verwies unter anderem auf die eingetrübte Stimmung unter den US-Anlegern, die nun wohl zunehmend eine Normalisierung der US-Geldpolitik erwarteten. Darüber hinaus dürfte die zunehmende Furcht vor einer Straffung der Geldpolitik in China in Verbindung mit der größeren Unsicherheit über die Auswirkungen der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus das Vertrauen der asiatischen Anleger stark beeinträchtigt haben. Damit habe der asiatische Teil-Index seine Gewinne vom Mai wieder komplett eingebüßt.

Der Investor Confidence Index misst den Angaben zufolge die Risikobereitschaft der Anleger, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Investoren untersucht. Der Index weist Änderungen in der Risikobereitschaft der Anleger eine genaue Bedeutung zu: Je höher die prozentuale Verteilung auf die einzelnen Papiere, desto größer die Risikobereitschaft beziehungsweise das Vertrauen. Ein Wert von 100 ist neutral - dies ist der Wert, bei dem Investoren ihren langfristigen Anteil an risikoreichen Anlagen weder erhöhen noch verringern.

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