Startup Robotise: Erste Hotelketten stellen auf Service-Roboter um

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Ein erfrischender Orangensaft aus dem Roboter.
Ein erfrischender Orangensaft aus dem Roboter.

Guten Morgen! Auch während des Wochenendes ging vielerorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Roboter als rollende Mini-Bar – das Münchner Startup Robotise scheint die Pandemie für sich nutzen zu können. Hotels zeigen laut eines Berichts des Handelsblatts derzeit großes Interesse an den Service-Robotern der Firma. Deswegen bringt das Unternehmen den Roboter mit dem Namen „Jeeves“ nun großflächig auf den Markt. „Corona hat bei der Akzeptanz noch einmal einen Schub gegeben“, sagte der Mitgründer und CEO Oliver Stahl der Zeitung. In Pandemie-Zeiten helfe Service-Automatisierung schließlich auch beim Abstandwahren. Auch die Kosten für die notwendige Technik wie Sensoren und Kameras seien inzwischen nicht mehr so hoch.

Das erste Pilotprojekt startete einst vor drei Jahren. Seit einigen Monaten liegen nun alle Zertifizierungen für die automatisierten Dienstleistungen vor und auf lange Sicht planen die Münchner sogar den IPO, heißt es in dem Bericht. [Mehr bei Handelsblatt]

Auf Gründerszene: In seiner Drehmoment-Kolumne beschwert sich unser Autor Don Dahlmann darüber, dass Startups die Leidtragenden der verkorksten Stadtplanung in Deutschland sind. Denn in vielen Städten haben die Verwaltungen völlig unterschätzt, welche Auswirkung die Zulassung der neuen Mobilitäts- und Lieferangebote haben kann. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht und der vergangenen Tage:

Xiaomi hat Apple vom zweiten Platz der Smartphonehersteller verdrängt. Die chinesische Firma ist laut dem Marktforschungsinstitut Canalys im zweiten Quartal an Apple vorbeigezogen. Den Zuwachs verdankt der Hersteller hauptsächlich der hohen Nachfrage in Lateinamerika und Afrika. An der Spitze steht aber nach wie vor Samsung Electronics. [Mehr bei The Information und Handelsblatt]

Facebook und andere Social-Media-Plattformen scheinen in US-Präsident Joe Biden keinen Unterstützer gefunden zu haben. So sagte Biden am Freitag vor Reportern, das soziale Netzwerk töte Menschen mit Fehlinformationen über Covid-19. Ein Sprecher von Facebook reagierte darauf mit den Worten, dass sich das Unternehmen „nicht von Anschuldigungen ablenken“ lassen werde, die nicht durch Fakten gestützt werden. Außerdem fügte er hinzu, dass „mehr als zwei Milliarden Menschen maßgebliche Informationen über Covid-19 und Impfstoffe auf Facebook angesehen" hätten – „mehr als an jedem anderen Ort im Internet“. [Mehr bei The Information]

Paytm plant einen der größten Börsengänge Indiens. Die Muttergesellschaft One97, die hinter der indischen Mobile-Payment-App steht, will mit ihrem IPO bis zu 2,2 Milliarden US-Dollar aufbringen und von dem Boom auf dem Aktienmarkt des Landes profitieren. Im Rahmen des Aktienverkaufs werden einige namhafte Investoren – darunter Jack Ma’s Fintech Ant Group – ihre Bestände reduzieren. Die Firma will beim Börsengang mit mindestens 25 Milliarden Dollar bewertet werden – ein enormer Sprung von der letzten Bewertung über 16 Milliarden Dollar im Jahr 2019. [Mehr bei Wall Street Journal]

Blend Labs, ein in San Francisco ansässiges Hypothekensoftwareunternehmen, debütierte am Freitag an der New Yorker Börse. Das Startup hat durch den Börsengang insgesamt 360 Millionen US-Dollar aufgebracht und hat einen Marktwert von fast vier Milliarden Dollar. Blend wurde von Nima Ghamsari mitgegründet, der als Kind aus dem Iran in die USA kam und die Stanford University besuchte, wo er seinen Lebensunterhalt zunächst mit Poker spielen verdiente. Nach seinem Abschluss fing Ghamsari beim Big-Data-Startup Palantir an, bevor er mit Blend sein eigenes Softwareunternehmen gründete. [Mehr bei Forbes]

Fathom Digital Manufacturing schließt sich mit einer Akquisitionsgesellschaft zusammen, um an die Börse zu gehen. Der IPO via Spac bewertet das US-amerikanische 3D-Druckunternehmen mit etwa 1,4 Milliarden US-Dollar. Fathom mit Sitz in Wisconsin verwendet digitale Fertigungstechniken, um schnell Prototypen und komplexe Fertigungsteile für Kunden herzustellen. Der Markt für 3D-Druckprodukte boomt, da immer mehr Unternehmen aus allen Branchen versuchen, Lieferketten zu vereinfachen, Kosten zu senken und ihren ökologischen Fußabdruck zu minimieren. [Mehr bei Wall Street Journal]

Investitionen: Softbank hat zugestimmt, 75 Millionen US-Dollar in die neue Krypto-Börse von Block.one, Bullish, zu investieren. Bullish wird derzeit mit neun Milliarden Dollar bewertet. Die Firma, die von Milliardär Peter Thiel und Krypto-Investmentfirmen wie Galaxy Digital unterstützt wird, ist auf dem besten Weg, bis Ende 2021 durch eine Spac-Fusion an die Börse zu gehen. Außerdem unterstützt Fedex das indische Logistik-Startup Delhivery mit 100 Millionen US-Dollar. Laut eines Medienberichts gibt es Gerüchte, dass Delhivery noch in diesem Jahr an die Börse gehen könnte. [Mehr bei Coindesk und Techcrunch]

Unser Lesetipp auf Gründerszene beschäftigt sich mit dem Prinzip von Yamuntu. Mit dieser App wird jeder zum Influencer. Hinter ihr stehen zwei Gen-Z-Gründer und ein erfahrener About-You-Entwickler. [Mehr bei Gründerszene]

Einen guten Start in die Woche!

Eure Gründerszene-Redaktion

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