Diese zwei deutschen Startelf-Plätze sind noch zu vergeben

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Diese zwei deutschen Startelf-Plätze sind noch zu vergeben
Diese zwei deutschen Startelf-Plätze sind noch zu vergeben

War das schon unsere Frankreich-Startelf?

Beim überzeugenden 7:1-Kantersieg gegen Lettland hat sich die deutsche Nationalmannschaft wenige Tage vor dem EM-Start in einen Rausch gespielt. Bundestrainer Joachim Löw hatte bereits vor dem Test angekündigt, dass es nur "noch zwei, drei Fragezeichen" gibt.

Das System steht: Löw hat sich trotz einiger Kritik aus den internen Reihen auf eine Dreierkette festgelegt. Gegen die offensivstarken Franzosen und Portugiesen will der Weltmeister-Trainer von 2014 mit drei starken Innenverteidigern auftreten. Gegen Lettland – allerdings auch nur 138. der Weltrangliste – sahen die spielerischen Abläufe gut aus. Trotzdem blieb Manuel Neuer in seinem 100. Länderspiel mal wieder nicht ohne Gegentor.

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Neun EM-Positionen stehen wohl fest

"Die Mannschaft hat das, was ich angesprochen habe, gut umgesetzt. Sie hat gedrückt, konsequent verschoben und das Zweikampfverhalten war gut", sagte Löw.

Neun EM-Positionen sind bei ihm so gut wie gesetzt: Neuer wird als Kapitän im Tor stehen. Davor werden Robin Gosens (links), Antonio Rüdiger, Mats Hummels und Matthias Ginter (im Zentrum) verteidigen. Offen ist noch, wer die rechte Seite abdeckt.

Lukas Klostermann fehlte gegen Lettland wegen Knieproblemen. Im Test gegen Dänemark (1:1) und im Seefeld-Trainingslager konnte der Leipziger zuletzt nicht überzeugen. Deshalb testete Löw Joshua Kimmich gegen die Letten auf der rechten Seite – und der Plan ging auf!

Der Bayern-Star, der eigentlich im zentralen Mittelfeld zuhause ist, überzeugte durch temporeiche Vorstöße. Alles gelang ihm nicht, aber insgesamt war‘s gut. Das sah auch Löw so: "Joshua braucht auf dieser Position keine Anlaufzeit. Er kann sich sofort auf neue Situationen einstellen. Das macht seine Klasse aus. Über rechts haben wir viele gute Angriff inszeniert. Jo hat das sehr gut gemacht."

Auf den Sechser-Positionen sind, wenn Kimmich rechts spielt, Ilkay Gündogan und Toni Kroos gesetzt. Leon Goretzka braucht nach seinem Muskelbündelriss noch Zeit.

Setzt Löw auf Havertz oder Sané?

Gegen die Letten spielte Kroos nach überstandener Corona-Infektion 90 Minuten durch. Der Routinier zeigte ungewohnt viele Fehlpässe im Spielaufbau, unter Löw ist er trotzdem gesetzt. "Körperlich geht es ihm gut. Toni hat überhaupt keine Probleme", sagte der Bundestrainer. "Das Spiel hat ihm gutgetan. Er musste über 90 Minuten gewisse Widerstände überwinden. Nach dem Spiel hat er mir gesagt, dass alles in Ordnung ist. Toni ist im Vollbesitz seiner Kräfte."

In der Offensivreihe haben Rückkehrer Thomas Müller und Serge Gnabry ihre Plätze sicher. Die zweite offene Frage ist daher: Fängt Kai Havertz an oder Leroy Sané? Havertz strotzt nach seinem Final-Tor in der Champions League vor Selbstvertrauen und überzeugte gegen die Letten mit Spielwitz. An fast allen Toren war er bis zu seiner Auswechslung in der Halbzeitpause beteiligt. Sané droht, wie auch Timo Werner, die Bank.

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Haben wir gegen Lettland also schon die Startelf für dem EM-Auftakt gegen Frankreich gesehen? "Das kann ich nicht bestätigen", entgegnete Löw. "Mit Frankreich kommt ein ganz anderes Kaliber auf uns zu. Jetzt fängt die Arbeit nochmal richtig an. Der Konkurrenzkampf muss noch ein paar Tage aufrechterhalten werden. Um ein paar einzelne Plätze muss noch gekämpft werden."

Zwei sind noch offen!

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