Start der Rallye-WM: Alle jagen König Kalle

Kalle Rovanperä hat die Rallye-Welt im vergangenen Jahr das Fürchten gelehrt, sich einen Tag nach seinem 22. Geburtstag zum mit Abstand jüngsten Weltmeister gekürt - doch die Mutter aller Rallyes flößt auch dem finnischen Dauersieger Respekt ein.

"Die Rallye Monte Carlo ist ein besonderes Ereignis und üblicherweise ein etwas heikler und nervöser Start in die Saison", sagte der Toyota-Pilot vor der am Donnerstag beginnenden ersten Station des Jahres. Fünfmal ist er bei der "Monte", dem oft von Wetterkapriolen geprägten Klassiker in den Seealpen, gestartet. Sein bestes Gesamtergebnis: Rang vier. Das ist fast schon indiskutabel für dieses Naturtalent, das 2022 bei knapp die Hälfte der Rallyes ganz oben auf dem Treppchen stand.

Die Rolle des WM-Favoriten hat Rovanperä deswegen ganz selbstverständlich inne - zumal der achtmalige Weltmeister Sebastien Ogier wie schon im Vorjahr nur bei ausgewählten Stationen an den Start gehen wird.

Die "Monte", die auch in Deutschland spätestens seit den vier Triumphen von Walter Röhrl Anfang der 1980er-Jahre einen besonderen Ruf genießt, lässt sich Ogier nicht entgehen. Der 39-jährige Franzose jagt in Abwesenheit von Rekordweltmeister Sebastien Loeb den alleinigen Siegrekord. Derzeit stehen die beiden erfolgreichsten Piloten der Geschichte bei jeweils acht Monte-Carlo-Siegen.

13 Läufe stehen in dieser Saison insgesamt auf dem Programm, und nach dreijähriger Pause kehrt auch Deutschland in den Rennkalender zurück - wenn auch nur als Teil der sogenannten Zentraleuropa-Rallye (26. bis 29. Oktober), die in Passau endet und auf dem Weg in die Drei-Flüsse-Stadt auch durch Tschechien und Österreich führt. Das Saisonfinale steigt Mitte November in Japan.