Stars Wars 8: Fan stellt 46-minütige Version ohne Frauen ins Netz

Der achte „Star Wars“-Film „Die letzten Jedi“ hat bereits mehr als eine Milliarde Euro eingespielt. (Bild: AP Photo)

Die klassischen „Star Wars“-Filme waren reine Männerdomäne: Bis auf Prinzessin Leia gab es keine Frauen weit und breit. Im neuen Teil „Die letzten Jedi“ kommen gleich mehrere Darstellerinnen vor – und sie verkörpern starke Persönlichkeiten. Einem „Fan“ passte das aber offenbar gar nicht.

Ein unbekannter Internet-Pirat, der unter dem Usernamen „Aktivist für die Rechte von Männern“ auftritt, stellte eine auf 46 Minuten heruntergekürzte Version von „Die letzten Jedi“ ins Netz, in der keine Frauen vorkommen. Offenbar waren sie ihm im Film zu präsent.

In keiner „Star Wars“-Episode zuvor tummeln sich bisher so viele weibliche Figuren: Da wäre zunächst Hauptdarstellerin Daisy Ridley. Sie spielt die Schrotthändlerin Rey, die bei Luke Skywalker in die Jedi-Lehre geht. Die mittlerweile verstorbene Filmlegende Carrie Fisher hat ihren letzten Auftritt als Prinzessin Leia und Newcomerin Kelly Marie Tran mimt die Widerstandstechnikerin Rose.

Daisy Ridley ist eine Hauptdarstellerin der neuen „Star Wars“-Trilogie. (Bild: AP Photo)

Der selbsternannte Aktivist lud die geschnittene Version unter dem Namen „The Last Jedi: De-Feminized Fanedit (aka The Chauvinist Cut)“ auf die Plattform „The Pirate Bay“ hoch. Dabei handelt es sich um eine Webseite, auf der unter anderem illegal urheberrechtlich geschützte Inhalte verbreitet werden. In einer Notiz schrieb der Aktivist, dass in seiner Version „Mädchen-Power und anderer blöder Kram“ herausgeschnitten wurden.

Bei der frauenfreien Version handelt es sich um eine im Kino mitgeschnittene und bearbeitete Raubkopie, da der neue „Star Wars“-Film noch nicht als Stream, DVD oder Blu-Ray erhältlich ist.

Für die Filmkritikerin Priscilla Page ist die Aktion des „Männerrechtsaktivisten“ ein schlechter Scherz. Sie verlinkte auf Twitter einen ihrer Artikel über die entweiblichte „Star Wars“-Version und kommentierte ihren Post mit Gelächter.


Unter anderem „Star Wars“-Regisseur Rian Johnson und „Luke Skywalker“-Darsteller Mark Hamill schlossen sich der Journalistin an und stimmten in das virtuelle Gelächter ein.



Abgesehen davon, dass der Männerrechtsaktivist zum Gespött des Internets wurde, erwartet den Internet-Piraten nun vermutlich auch eine Geldstrafe, da er urheberrechtlich geschütztes Material verfremdet und verbreitet hat.