Stars aus China: Berliner Pandas: Audienz beim Eine-Million-Dollar-Duo

Legi Wang mit ihren Kindern Henry und Leonie

Die beiden Großen Pandas im Zoologischen Garten sorgen am Sonnabendmorgen für eine Weltgemeinschaft von Menschen in Harmonie. Verschleierte Frauen etwa, dahinter ein Amerikaner mit Zeitungsjungen-Mütze, ein Vater mit Kippa, eine russische Familie in papageienbunter Joggingmontur: Friedlich wartet alles am Pagodentor auf Einlass – als sei man ein paar Momente lang Bürger der "United States of Panda".

In der Schlange stehen Spanier, die vom Enkel bis zum Großvater Bärenmasken tragen. Drei Darsteller in funkelnden Kostümen aus China-Dynastien vergangener Jahrhunderte posieren vor dem neuen Gehege. Die Kinderwagendichte ist höher als sonnabends auf dem Biomarkt.

Pandas sind Familienangelegenheit. Gina Behrendt (27) aus Treptow-Köpenick ist mit Mutter, Freund und zweijähriger Tochter angerückt. "Wir gehen nur alle drei Jahre in den Zoo. Aber die erste Station sind natürlich die Pandas", sagt sie. Filmclips am Eingang zeigen Pandas als ausgeflippte kleine Kerle, die pausenlos irgendwo herunterrollen und gern Rutsche fahren. Eine Art Minions aus dem Kino, aber nicht bananengelb, sondern schwarz-weiß.

Vor allem die Kleinsten freuen sich über die Pandas

Live dagegen, beispielsweise Panda-Männchen Jiao Qing, strahlen sie eher die Vitalität von Stammkunden einer Opiumhöhle aus. Doch die Menschen vor seinem zehn Meter breiten Schaufenster sind dankbar. Als er sich sekundenlang aus der liegenden Regungslosigkeit begibt, um kräftig zu gähnen, gehen ein Raunen und ein Handyklicken durch die Rei...

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